Favorit LASK beendete die Derby-Durststrecke

3:0 bedeutete ersten Erfolg der Athletiker in Ried in der Fußball-Bundesliga seit 1999

Die Hausherren warfen eine Woche nach der blamablen Vorstellung bei der 0:4-Heimpleite gegen Wolfsberg alles in die Waagschale, zeigten sich ambitioniert, aggressiv und giftig und machten dem LASK das Leben nicht einfach.

Letztlich blieben sie aber auch im neunten Match im Frühjahr ohne Sieg und halten unter Trainer Miron Muslic weiter bei nur drei Punkten. Auch, weil Marco Grüll in Hälfte eins die Riesen-Möglichkeit auf die Führung vergab. Nach einem Foul von Andrade an Bajic scheiterte er mit dem folgenden, viel zu zentral geschossenen Elfmeter an Torhüter Schlager (17.).

Auch bei einem Weitschuss von Schmidt (57.) konnte sich der Linzer Schlussmann auszeichnen.

Zu recht viel mehr Nadelstichen kamen die Rieder, die auf Platz elf zurückfielen, jedoch nicht, während sich die Athletiker eine Vielzahl an Möglichkeiten erarbeiten konnten. Erst feuerte Trauner übers Tor (7.), dann scheiterte Holland aus der Distanz an Torhüter Samuel Sahin-Radlinger (13.) und ein Ranftl-Schuss wurde gefährlich, aber neben das Tor abgefälscht (20.).

Die logische Folge der Überlegenheit und des verschossenen Elfmeters: Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte ging es sehr schnell und Rene Renner traf mit links ins linke Kreuzeck (31.) — sein erster Saisontreffer.

Rene Renner mit Doppelpack

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Seine Quote konnte der Flügelflitzer gleich nach der Pause verdoppeln: Sahin-Radlinger wehrte zwar einen Schuss von Michorl ab, doch der Ball kam zu Renner und der versenkte den Ball im langen Eck zum 0:2 (54.).

Damit waren die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. Einen, auf den der LASK lange hatte warten müssen.

In Ried hatte man zuletzt am 19. März 2002 mit 2:1 im Cup-Achtelfinale triumphiert. In der Bundesliga datierte der bis Sonntag letzte Auswärtserfolg in einem Derby sogar vom 13. März 1999.

„Jeder Gegner haut uns den Ball da rein“

Ein Sieg, der letztlich sogar noch höher ausfallen hätte können. Denn neben dem 3:0 durch Trauner per Kopf nach Freistoß von Goiginger (77.) fanden auch noch Ranftl (74.), Renner (75.) und Reiter (79.) gute Möglichkeiten vor.

Die finale Chance auf den Ehrentreffer vergab Paintsil (92.) allein stehend vor Schlager. „Jeder Gegner haut uns da den Ball rein, jeder“, so die verärgerte Aussage von Muslic in Richtung eigener Ersatzbank.

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