Favoritenschreck staunte über Gala

CL: ManCity so gut wie im Viertelfinale — Higuain tragischer Held bei Juventus

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Eine Gala in Himmelblau: Das Starensemble von Manchester City steht nach dem 4:0 in Basel so gut wie im Champions-League-Viertelfinale.
Eine Gala in Himmelblau: Das Starensemble von Manchester City steht nach dem 4:0 in Basel so gut wie im Champions-League-Viertelfinale. © AFP/Bozon

„Es ist unglaublich, wie die spielen“ — Basel-Verteidiger Michael Lang konnte nach dem 0:4 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City nur staunen. „Das ist eine andere Liga“, musste Lang zugeben. Schon vor der Partie waren die Rollen klar verteilt gewesen, dass die Sache schon nach dem ersten Match in der Schweiz derart klar gegessen sein würde, war aber nicht zu erwarten gewesen.

Galten die Basler doch als Favoritenschreck, bezwangen heuer in der Gruppenphase unter anderem Manchester United. Doch dessen Lokalrivale bewies, im zweiten Jahr unter Pep Guardiola noch einmal auf einem ganz anderen Level zu agieren. „Die Sache ist, dass es jetzt in allen Wettbewerben sehr gut für uns aussieht“, sagte der deutsche Doppeltorschütze Ilkay Gündogan nach dem höchsten englischen Auswärtssieg in der K.o.-Runde der Königsklasse.

Überall voll auf Kurs

In der Premier League sind die „Citizens“ mit 16 Punkten Vorsprung klar auf Meisterkurs, im FA-Cup steht man im Achtelfinale, im Ligapokal im Endspiel und nun eben mit 1,99 Beinen im CL-Viertelfinale. „Aber auf der anderen Seite sind das auch nur gute Ausgangssituationen. Nicht mehr und nicht weniger“, betonte Gündogan, sich darauf nicht ausruhen zu wollen.

Im zweiten Duell avancierte Gonzalo Higuain zum tragischen Helden. Nach einem Doppelpack vergab er zwei weitere Topchancen, eine davon per Elfmeter. Nach dem 2:2 daheim gegen Tottenham droht Juventus nun das Aus. Nie zuvor hatten die Turiner im neuen Stadion (Einzug 2011) eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben. „Wir haben außergewöhnliche Jahre hinter uns, jetzt dürfen wir uns wegen eines Unentschiedens nicht verrückt machen lassen“, mahnte Trainer Massimiliano Allegri zu Gelassenheit.