Federer im Halbfinale in Indian Wells gegen Nadal

Tennis-Star Rafael Nadal fixierte im letzten Herren-Viertelfinale des Master-1000-Turniers in Indian Wells mit einem 7:6(2),7:6(2) über den Russen Karen Chatschanow das Traum-Halbfinale gegen Roger Federer. Doch der Spanier hat wieder Knieprobleme. Freitagabend wollte er nicht ausschließen, dass er vielleicht nicht antreten könne.

“Natürlich möchte ich antreten, aber ich kann nicht vorhersagen wie ich mich fühle, wenn ich aufwache”, sagte der elffache Roland-Garros-Champion. “Ich liebe es auf Hartplatz zu spielen, aber wahrscheinlich mag es mein Körper nicht so sehr”, so Nadal, der nun zum 39. Mal im ewigen Duell auf Federer treffen könnte. Nadal führt im Head-to-Head 23:15.

Doch dass der Sport schon großen Tribut von den Körpern fordert, sehe man nicht nur an ihm. “Wenn ich einige alte Legenden auf der Tour herumgehen sehe, ist das hart anzuschauen”, erklärte Nadal. Zumindest das nächste Masters-1000-Turnier in Miami scheint für Nadal in Gefahr. In Miami gibt es einen völlig neuen Turnierschauplatz, zu dem er befragt wurde: “Ich lasse es euch wissen, wenn ich nach Miami fahre”, meinte er.

Der Halbfinal-Schlager wurde wenig überraschend erst als zweites Match am Samstag angesetzt. Davor wollte Dominic Thiem (AUT-7) um 19.00 Uhr MEZ (live Sky) mit einem Sieg über Milos Raonic (CAN-13) sein drittes Masters-1000-Finale nach Madrid (2017, 2018) erreichen.

Bei den Tennis-Damen kündigt sich indes der nächste Star an. Die erst 18-jährige Kanadierin Bianca Andreescu setzte ihren märchenhaften Run beim Großturnier in Kalifornien mit einem 6:3,2:6,6:4-Erfolg nach 2:12 Stunden über die Ukrainerin Elina Switolina fort und steht nun im Endspiel.

In diesem trifft die Sensations-Aufsteigerin auf die ehemalige Nummer 1, die Deutsche Angelique Kerber. Die dreifache Grand-Slam-Siegerin besiegte die Schweizerin Belinda Bencic mit 6:4,6:2. Andreescu ist die jüngste Spielerin im Finale von Indian Wells seit Serena Williams, die 1999 mit 17 das Turnier dann auch gewonnen hatte.

“Ich zittere jetzt gerade”, meinte eine emotionale Andreescu zu Beginn ihrer Pressekonferenz. “Es ist einfach so unglaublich, ich bin ehrlich sprachlos, sprachlos.” Die in Mississauga, Ontario geborene Tochter rumänischer Eltern hatte zuvor in einem umkämpften Halbfinale zunächst einen 0:3-Beginn gegen die Weltranglisten-Sechste in ein 6:3 verwandelt. Nach verlorenem zweiten Satz habe sie sich noch einmal “aufgepumpt”.

Andreescu hatte 2019 schon das Auckland-Finale als Qualifikantin bestritten und u.a. Caroline Wozniacki (DEN) und Venus Williams (USA) geschlagen, erreichte danach u.a. auch das Acapulco-Halbfinale. Sie katapultiert sich von Platz 152 Ende 2018 auf jeden Fall auf Position 33, gewinnt sie das Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr MEZ) springt sie gar an die 24. Stelle. Vor Turnierbeginn war Andreescu, die jeden Morgen meditiert und viel auf mentale Arbeit setzt, noch WTA-60. gewesen.