Feichtinger hat sich SPÖ-Spitze widersetzt

Altmünsterer Ortschefin nimmt NR-Mandat an

Die Parlamentshomepage ist bereits aktualisiert: Obwohl noch nicht als Abgeordnete (wieder-)angelobt — das wäre nächste Woche möglich —, weist sie die Bürgermeisterin von Altmünster, Elisabeth Feichtinger, als Mitglied der SPÖ-Fraktion aus.

Damit ist vollzogen, was sowohl der Landes-SPÖ als auch den Steyrer SPÖ-Spitzenfunktionären sauer aufstößt: Feichtinger hat jenes Mandat aus dem Wahlkreis Traunviertel angenommen, das durch den Wechsel von Markus Vogl in die Steyrer Stadtregierung — er ist wie berichtet seit Donnerstag Vizebürgermeister — frei geworden ist.

Parteiintern sorgte das für gehörigen Wirbel, denn eigentlich sollte Feichtinger verzichten, damit der Steyrer BMW-Betriebsrat Andreas Brich in den Nationalrat nachrücken kann. Die Steyrer SPÖ will den Parteiausschluss Feichtingers, der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl wirft ihr wörtlich einen „Egotrip“ vor, sie agiere „kaltschnäuzig und aus reinem Eigennutz“.

In der SPÖ-Landespartei setzt man auf Durchtauchen: Gab es schon bisher keine öffentliche Äußerung von Vorsitzender Birgit Gerstorfer, so heißt es nun, es seien „alle Argument genannt“. Der SPÖ-Parlamentsklub ließ VOLKSBLATT-Anfragen zu Feichtinger überhaupt unbeantwortet.

Feichtinger war bereits zwischen 2017 und 2019 Nationalratsabgeordnete.

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