Felix Kramer: Alles gut

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„Wahrnehmungssache“ hieß vor zwei Jahren das Debütalbum des jungen Wiener Liedermachers Felix Kramer, mit dem er auf sich aufmerksam machte: raunziger, knatschiger Sprechgesang zu gitarrelastigen Songs.

Textlich ist bei seinem soeben erschienenen zweiten Album „Alles gut“ vieles beim Alten geblieben, musikalisch ist jedoch eine deutliche Weiterentwicklung feststellbar: Vielfältiger, fetziger, rockiger präsentieren sich die zehn Lieder des neuen Longplayers.

„Es wird noch länger schiach sein / Aber es wird schon wieder wean“, singt Kramer im Opener. Was wie die ultimative Zusammenfassung der Corona-Lage klingt, ist eher auf persönliche Befindlichkeiten gemünzt. Denn „Alles gut“ ist eine Bestandsaufnahme der Gefühlslage einer Generation, die eigentlich alles hat und damit dennoch nicht recht glücklich ist.

Dass derlei Befunde diesmal mit deutlich mehr Selbstironie als Selbstmitleid daherkommen, macht sie sehr sympathisch. Es ist ein spannender Weg, den der Singer-Songwriter eingeschlagen hat, und er scheint vom Erbe eines Ludwig Hirsch oder Georg Danzer wegzuführen in eine deutlich melodiösere, kraftvollere Zukunft, in der instrumentale Power und musikalische Vielseitigkeit warten. Wie einst der liebe Augustin mit dem Dudelsack aus der Pestgrube krabbelte, lässt sich heute der Depression den Marsch blasen. „Alles gut“.

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