Festnahmen bei Anti-Lockdown-Protesten in London

In London ist es bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mehr als 60 Menschen seien festgenommen worden, unter anderem wegen Verstoßes gegen die Auflagen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, teilte die Polizei mit. Tausende Demonstranten waren in der britischen Hauptstadt aus Protest gegen die Beschränkungen auf die Straße gegangen.

„Wir gehen davon aus, dass diese Zahl noch steigt“, twitterte die Exekutive am Nachmittag. „Wir fordern die Menschen auf, nach Hause zu gehen.“

Im aktuellen Teil-Lockdown sollen die Bürger in England ihr Zuhause nur aus triftigen Gründen wie Arbeit, Einkauf oder der Pflege Angehöriger verlassen. Demonstrationen gehören nicht zu den erlaubten Ausnahmen.

Teilnehmer zogen – zumeist ohne Abstand und Masken – durch die Londoner Innenstadt. Auf ihren Plakaten stand etwa „Stop Controlling Us“ („Hört auf, uns zu kontrollieren“) oder „No More Lockdowns“ („Keine Lockdowns mehr“). Es kam mehrfach zu Zusammenstößen mit der Polizei. Auf der zentralen Oxford Street kam es zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war.

Großbritannien verzeichnet mit mehr als 57.000 Corona-Toten die höchsten Opferzahlen in Europa. Am Dienstag endet in England nach vier Wochen ein zweiter Lockdown. Für Millionen Menschen im Land bleiben jedoch strikte Beschränkungen bestehen.

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Mehrere Großstädte wie Birmingham, Leeds, Manchester und Sheffield fallen unter die höchste Warnstufe eines Drei-Stufen-Plans der Regierung. Dort bleiben Gastronomie und Freizeiteinrichtungen auch nach dem Ende des Lockdowns am Dienstag geschlossen.

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