Feuer in Südkalifornien treibt Tausende aus ihren Häusern

Ein rasch um sich greifendes Feuer hat Menschen in Kalifornien südöstlich von Los Angeles aufgeschreckt. Das sogenannte Bond-Feuer im Bezirk Orange County breitete sich am Donnerstag wegen heftiger Winde schnell aus. Etwa 25.000 Menschen hätten vorsichtshalber ihre Häuser verlassen, teilte die Feuerwehr mit.

Am Donnerstagabend (Ortszeit) umfasste der Brand eine Fläche von rund 29 Quadratkilometern und war erst zu zehn Prozent unter Kontrolle. In Südkalifornien warnten die Behörden vor starken Santa-Ana-Winden, die vor allem im Herbst und Winter auftreten. In der Nacht auf Freitag erreichten sie laut Meteorologen Geschwindigkeiten von bis zu 95 Meilen pro Stunde (gut 150 km/h), wie der TV-Sender ABC berichtete. Für die kommenden Tage wurde weiterhin sehr trockenes Wetter mit starkem Wind erwartet.

Die diesjährige Waldbrandsaison in dem Westküstenstaat ist die flächenmäßig verheerendste seit Beginn der Aufzeichnungen. Heftige Feuer in vielen Teilen Kaliforniens haben schon mehr als 16 100 Quadratkilometer Wald und Nutzland verkohlt. Besonders schwer wüteten die Brände von Mitte August bis Ende Oktober. Bei anhaltender Trockenheit und starken Winden ist eine weitere Zerstörung im Dezember zu befürchten. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, über 10.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

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