Feuerwehr als rettende „Einbrecher“

Bewohner war gestürzt, Florianis mussten drei versperrte Türen öffnen

ANDORF — Einen in seinem Haus gestürzten Mann mussten die Feuerwehren Andorf und St. Willibald am Dienstag aus seiner Notlage befreien. Für die Florianis war der Einsatz durchaus knifflig, denn sie mussten drei abgesperrte Türen überwinden, um zu dem Mann zu gelangen.

Ein Nachbar hatte am Vormittag Hilferufe aus dem Haus nebenan gehört und die Einsatzkräfte alarmiert. Bei der Ankunft der Feuerwehren stellte sich sofort heraus, dass die anstehende Türöffnung keineswegs Routine werden wird, denn der Bewohner hatte sein Haus derartig verbarrikadiert, dass die Feuerwehr teilweise mit roher Gewalt durch drei Türen musste. „Bei dem Mann war erst kürzlich eingebrochen worden“, erklärt ein Feuerwehrmann, warum der Andorfer einen „Schutzwall“ um sich gezogen hatte. Mit Dietrichen gingen die Einsatzkräfte ans Werk, bei der Eingangstür musste der Hauptzylinder des Schlosses gezogen werden, zudem musste eine Glastüre einschlagen und zum Schluss eine dritte Türe, die zusätzlich mit einem Holzbalken verriegelt war, aufgebrochen werden. Nachdem sie endlich zu dem Mann vorgedrungen waren, konnte er versorgt und ins Spital gebracht werden — er war gestürzt und hatte nicht mehr selbstständig aufstehen können. Nach zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.