Feuerwehr in Kalifornien kämpft für Erhalt der Riesenmammutbäume

Hunderte Feuerwehrleute haben weiter gegen einen im Yosemite-Nationalpark wütenden Waldbrand gekämpft, der die dort wachsenden Riesenmammutbäume bedroht. Am Montag gelang es ihnen, den tagelang außer Kontrolle geratenen Brand zu etwa einem Viertel einzudämmen. Doch für Entwarnung war es noch zu früh. Die extreme Hitze und Trockenheit dürften laut Wettervorhersage anhalten.

Das „Washburn Feuer“ war am 7. Juli in der Nähe des Mammutbaumwaldes Mariposa Grove ausgebrochen und hatte sich zuletzt auf rund 950 Hektar ausgebreitet. Über 540 Feuerwehrleute kämpften am Montag gegen die Flammen.

„Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um das Feuer zu löschen“, sagte Park-Sprecherin Nancy Phillipe der Nachrichtenagentur AFP. Neben den Brandbekämpfern am Boden würden auch Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Kontrollierte Brände sollen zudem das Unterholz lichten, um den Flammen Nahrung zu entziehen.

Besondere Schutzmaßnahmen wurden für den „Grizzly Giant“ ergriffen, den bekanntesten und zweitgrößten Riesenmammutbaum des Nationalparks. Die Feuerwehr veröffentlichte auf Twitter Aufnahmen von eigens aufgestellten Sprinklern, die den knapp 64 Meter hohen Baum ständig mit Wasser besprühten. Bisher gelang es der Feuerwehr, die Flammen von den uralten Riesenbäumen fernzuhalten.

Die Riesenmammutbäume, auch Sequoias genannt, sind die raumgreifendsten Bäume der Welt. Ihre Verwandten, die kalifornischen Redwood-Mammutbäume, können mit mehr als 100 Metern zwar noch höher wachsen, haben aber nicht so einen großen Durchmesser wie die Riesenmammutbäume. Allein im Mariposa Grove wachsen mehr als 500 Sequoias.

Während ihrer tausende Jahre dauernden Lebenszeit erleben Mammutbäume immer wieder Waldbrände. Die Hitze des Feuers trägt dazu bei, dass sich ihre Zapfen öffnen und sich die Samen verteilen können. Längere, heißere und aggressivere Feuer, die durch die Erderwärmung häufiger werden, können die Bäume aber irreparabel schädigen.

2020 starben bei einem riesigen Brand etwa 10.000 Mammutbäume. Das waren bis zu 14 Prozent des weltweiten Bestands. Im vergangenen Jahr verbrannten weitere 3.600 Sequoias.

Der unter einer anhaltenden Dürre leidende Westen der USA hat in den vergangenen Jahren Waldbrände von außergewöhnlichem Ausmaß und Intensität erlebt. Gleichzeitig zieht sich die Brandsaison immer länger hin. Für dieses Jahr befürchten die Feuerwehren besonders heftige Waldbrände.

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