Feuriges Ostern fordert Wehren

Extreme Trockenheit begünstigt Wald- und Flurbrände

Feuerwehr - Symbolbild

LINZ — Zahlreiche Brände haben am Osterwochenende die Feuerwehren beschäftigt: Fünf Personen mussten in Steyr nach einem Küchenbrand am Sonntagabend mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden. Die Flammen konnten zwar vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden, allerdings war das Gebäude extrem verraucht.

In Kirchheim (Bezirk Ried) haben am Sonntagabend wahrscheinlich zwei zum Aufladen angeschlossene E-Bike-Akkus den Brand einer Holzhütte ausgelöst Ein Nachbar bemerkte die Flammen. 150 Feurerwehrleute konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern.

Fünf Wehren mit 80 Mann waren am Montag in Reichersberg (Bez. Ried) im Einsatz. Ein Holzstoß stand bereits im Vollbrand, sie konnten jedoch ein Übergreifen der Flammen auf den Wirtschaftstrakt abwenden. In Kirchdorf am Inn (Bez. Ried) geriet in einem Garten ein Whirlpool aufgrund eines technischen Defektes an der elektrischen Steuerungsanlage in Brand.

Die Florianis wurden auch zu einer Reihe von Flurbränden, gerufen. Etwa in Bad Ischl bzw. Steinbach (Bez. Gmunden). Dort bemerkten am Samstag Autolenker direkt im Wald neben der Weißenbachtalstraße zwei Brände. Sie alarmierten die Feuerwehr und bekämpften zu viert die Flammen mit ihren Autofeuerlöschern. Dadurch konnte ein Waldbrand verhindert werden.

In Munderfing (Bez. Braunau) musste die Feuerwehr am Samstag zweimal eingreifen. Nahe der Ortschaft Bradirn war es im Kobernaußerwald zu einem Brand gekommen, 300 m² brannten ab. Auf einem Schrottplatz geriet ein Feuer durch den Wind außer Kontrolle. Ein 19-Jähriger hatte bei einer Kfz-Werkstätte Kartons verbrannt. Reste der verkohlten Kartonagen wurden jedoch unter abgestellte Schrottfahrzeuge geweht. Die Karosserien fingen zu brennen an, fünf Fahrzeuge brannten aus.

In Thalheim bei Wels brannte am Samstag eine Christbaumkultur in der Ortschaft Edtholz nieder. Etwa 100 m² wurden vernichtet.

Knallkörper in Hecke

In Antiesenhofen (Bezirk Ried) ging Sonntagabend eine Thujen-Hecke in Flammen auf. Ein 14-Jähriger hatte zuvor auf der Asphaltstockbahn beim Sportzentrum einen Böller gezündet. Ein Teil wurde in die Hecke geschleudert. Diese fing sofort Feuer. Der Bursch und vier weitere Jugendliche versuchten das Feuer auszutreten, was jedoch misslang. Zwei vorbeikommende Erwachsene alarmierten die Feuerwehr und gingen mit einem Gartenschlauch gegen die Flammen vor. Doch erst die Feuerwehr konnte die mittlerweile in Vollbrand stehende Hecke löschen.

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