Fiat 500 Hybrid – Das Dolce Vita unter Strom

Fiat hat dem Dauerbrenner 500 eine Hybrid-Variante verpasst, die dem quirligen Italiener gut zu Gesicht steht.

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Il mare. Bambini. Gelati. Bella ragazza. Dolce Vita. Jaja, das süße Leben der späten 1950er-Jahre verkörperte der Fiat 500 perfekt. Der quirlige Italiener lief schließlich erstmals im Jahr 1957 vom Band – damals noch unter dem Namen Fiat Nuova 500.

Heute – mehr als 60 Jahre später – gibt es den Fiat 500 nun auch als Hybrid, denn die Italiener haben sich mit der Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotte lange Zeit gelassen.

Typenschein

Fiat 500 FireFly
Hybrid 70 Launch Edition

Preis: ab € 19.250,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 19.250,-; einen Fiat 500 Hybrid (Pop) gibt es ab € 15.700,-
NoVA/Steuer: 1 %/ € 172,80 jährlich
Garantie: 4 Jahre bis max. 60.000 km die ersten 2 Jahre ohne km-Begrenzung, 3 Jahre Lackgarantie, 8 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 20.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten:
Motor: R3, 12V, Partikelfilter, 999 cm³, 51,5 kW/70 PS bei 3750 U/min, max. Drehmoment 92 Nm bei 3500 U/min
Getriebe: Sechsgangschaltung
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 167 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 13,8 s
Leistungsgewicht: 14 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 5,4 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 5,7 Liter
CO2-Ausstoß: 120 g/km
Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 3571/1627/1488 mm
Radstand: 2300 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 980/1360 kg
Kofferraum: 185-550 Liter
Tank: 35 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 195/45 R16 84T auf 16“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/RSR/LDW
Airbags: 6

Jetzt schlägt aber die Elektrostunde Null für den 3,57 Meter langen Kleinwagen: Die Zutaten dafür sind ein Einliter-Benziner, der von einem Riemenstartergenerator mit 12-Volt-Technologie unterstützt wird.

Was das bringen soll? Nun – laut Fiat werden dadurch „extrem niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte erzielt“.

In der Praxis heißt das: Der 70 PS starke Dreizylinder verbraucht in der Praxis im Schnitt 5,7 Liter und damit nur um 0,3 Liter mehr als die Werksangabe.

Praktisch bedeutet das auch, dass der Generator mittels E-Assist-Funktion den Benzinmotor beim Beschleunigen unterstützt während mittels E-Coasting und E-Bremsfunktion der Lithium-Ionen-Akku während der Fahrt ohne externe Energiezufuhr wieder aufgeladen wird.

Der Generator ermöglicht es auch, den Motor beim Ausrollen schon bei 30 km/h abzuschalten. Bei Bedarf (beispielsweise wenn der Vordermann wieder anfährt) wird der Verbrenner unverzüglich und automatisch neu gestartet. Dazu muss der Fahrer allerdings den Leerlauf einlegen.

Während dieses sogenannten Segelns übernimmt die Lithium-Ionen-Batterie die Versorgung der elektrischen Verbraucher. Die E-Unterstützung ist jedoch eher diskret, also das Gegenteil vom fett am Heck platzieren Hybrid-Schriftzug.

Doch genug von dem technischen Firlefanz. In der Praxis heißt das: Jede Menge Fahrspaß, die der 70 PS starke Italiener seinen maximal fünf Passagieren gönnt. Der Antritt ist quirlig, der rau klingende Motor macht sich dabei ordentlich bemerkbar und für Schaltfaule ist der hart federnde 500 nichts, wobei der kleine Italiener mit kurzer, knackiger und präziser Sechsgangschaltung aufwarten kann.

Durchzug ist dagegen nicht so die Domäne des kleinen Saugers. Den Drehzahlkeller mag der Motor nicht. Zumindest nicht, wenn er das Auto beschleunigen soll und der Tempobooster auf der Autobahn ist er auch nicht – muss er allerdings nicht sein, wir reden hier schließlich von einem Kleinwagen, dessen natürliches Habitat die Stadt ist. Gelungen ist daher auch der City-Modus, der die Lenkung zum Einparken leichtgängiger macht.

Nebenbei entpuppt sich der Fiat 500 als kesser Bruder beim Design – und zwar innen wie außen – und auch das Platzangebot und Raumgefühl in der ersten Reihe ist riesig. Abstriche muss man beim Platzangebot im Fond machen, dort reicht dieser eigentlich nur für Kinder.

Der Kofferraum mit 185 Liter Fassungsvermögen ist zudem winzig und hintere Türen sucht man vergebens. Eine Sitzheizung gibt es nicht, Keyless-go ist ebenfalls Fehlanzeige. Mit gut 19.000 Euro ist der hybride Fiat 500 auch kein Schnäppchen.

Fazit

Mit seinem ganz eigenen Charme, der sich vor allem aus dem Design des Exterieurs und Interieurs speist, nimmt einen der milde hybride Fiat 500 in Beschlag.

Dazu tragen auch die geschmackvoll arrangierten und solide zusammengesetzten Materialien im Innenraum bei, die in der Kleinwagenklasse nicht selbstverständlich sind. Lobenswert: Die Polyester-Sitzpölster, die aus im Meer eingesammelten Kunststoffabfall produziert werden.

Das macht den Fiat 500 – vor allem in der mondänen Außenfarbe Rugianda-Grün – gleich noch ein Stück sympathischer.

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