Fiat Panda Trussardi: Modischer Italiener

Seit 40 Jahren bevölkert der Fiat Panda schon unsere Straßen – und der kleine Italiener wird jetzt noch fescher, weil ihn Modedesigner Trussardi neu eingekleidet hat. Wohin man schaut, überall findet man das Windhund-Logo des Mailander Modekonzerns. Man hätte den modischen Panda auch Dingo – nach dem wilden australischen Windhund – nennen können ...

Eigentlich handelt es sich ja um einen Fiat Panda Cross 4×4, der optisch aufgeputzt wurde. Das Sondermodell Trussardi verfügt über permanenten Allradantrieb und ist auch abseits befestigter Straßen einsetzbar – dank höhergelegtem Fahrwerk sowie Front- und Heckstoßfänger samt Unterfahrschutz.

Am wohlsten fühlt sich der Panda aber im engen Stadtverkehr. Dank seiner kompakten Abmessungen flitzt der wendige Italiener flott durch alle Gassen und auch beim Einparken gibt es keine Probleme.

Typenschein

Fiat Panda Trussardi TwinAir 85

Preis: ab € 17.228,41 inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 22.490,-; einen Panda gibt es ab € 11.690,-
NoVA/Steuer: 10 % / € 290,16 jährlich
Garantie: 1 Jahr bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 8 Jahre gegen Durchrostung

Technische Daten:
Motor: Zweizylinder-Reihenmotor TwinAir, 875 cm³, 62,5 kW/85 PS bei 5500 U/min, max. Drehmoment 145 Nm bei 1900 U/min
Getriebe: 6-Gang-Handschaltung
Antrieb: permanenter Allrad
Höchstgeschwindigkeit: 164 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 12,7 s
WLTP-Verbrauch: 7,2 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,6 Liter
CO2-Ausstoß: 163 g/km
Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 3705/1662/1657 mm
Radstand: 2300 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1090/1585 kg
Kofferraum: 225 bis 870 Liter
Tank: 35 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 175/65 R15 auf 15“-Alufelgen

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBD/ESC/ASR/TPSM/ELD
Airbags: 8

Geländedaten:
Böschungswinkel vorne: 24°
Hinten: 34°
Rampenwinkel: 21°

Das angesprochene Windhund-Logo und auch der Trussardi-Schriftzug wurden überall dort platziert, wo man einen Platz gefunden hat: auf der Lenkradnabe statt dem Fiat-Logo ebenso wie auf den 15“-Alufelgen, den hintersten Seitenscheiben, auf dem Seitenrammschutz, auf den Sitzbezügen und sogar auf den Sicherheitsgurten.

Die Serienausstattung ist für einen Kleinstwagen ziemlich modern und auch umfangreich. Interessant ist dabei vor allem das Infotainmentsystem „Uconnect Mobile“, das die drahtlose Integration von Android- und iOS-basierten Mobiltelefonen ermöglicht. Das System beherrscht auch Spracherkennung und bietet zusätzlich die Funktion „Find myCar“, dabei wird der Standort des geparkten Autos auf dem Handy gespeichert.

Dazu kommen noch einige Sicherheits- und Komfortextras wie ein Notbremsassistent, LED-Tagfahrlicht, Sitzheizung oder eine akustische Einparkhilfe hinten. Mittels Multifunktionstasten am Lederlenkrad lassen sich viele Funktionen abrufen wie etwa Bordcomputer, Telefon oder die Sprachsteuerung.

Zwei Zylinder mit 85 PS machen den Panda heiser

Dafür war man beim Panda-Motor sparsamer, der 2-Zylinder-TwinAir schöpft aus knapp einem Liter Hubraum 85 PS, die den Motor bei flotter Gangart heiser und laut klingen lassen. Das manuelle 6-Gang-Getriebe ist nichts für Schaltfaule, dafür hat man aber stets genügend Drehmoment für ein flottes Beschleunigen des 1000-Kilo-Pandas zur Verfügung. Zum Spritsparen gibt’s zusätzlich ein Start&Stop-System, das den Motor abschaltet, wenn man vor einer Ampel stehen bleiben muss.

Interessant ist der Drehregler in der Mittelkonsole, mit dem man die Fahreigenschaften des Panda 4×4 verändern kann. Das Traktionsregelsystem Terrain Control verfügt über drei Einstellmöglichkeiten – Auto, Off-Road und Gravity-Control – für den Allradantrieb: „Auto“ verteilt das Drehmoment zwischen den Achsen automatisch, „Off-Road“ verteilt die Kraft mittels elektronischem Sperrdifferential gleichmäßig auf alle vier Räder und „Gravity-Control“ ist eine Art Geländeuntersetzung für steiles Terrain mit automatischer Bremswirkung.

Die Verwendungsmöglichkeiten sind jedenfalls vielseitig: Der Allrad-Panda ist genauso für den Stadtdschungel geeignet wie für holprige Forstwege. Als Trussardi macht er schon etwas her – und nicht nur die Optik weiß zu gefallen, auch die Betriebskosten bleiben im Rahmen.

Fazit: Letztlich ist der Fiat Panda ein kostengünstiger Begleiter im Alltag, der zwar etwas wenig Kniefreiheit für Fondpassagiere bietet, aber dennoch genügend Stauraum für die Einkäufe einer ausgedehnten Shoppingtour hat oder auch für die Beute eines Beeren- und Schwammerlsuchers nach einem ergiebigen Ausflug in den Wald.

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