FIFA und UEFA sprechen Machtwort in Superliga-Frage

Der europäische Fußball-Verband UEFA fürchtet das Zustandekommen einer Superliga der reichsten Vereine des Kontinents, hat nun aber den Weltverband FIFA mit an Bord. In einem gemeinsamen Statement am Donnerstag drohten die Verbände mit Bewerbssperren für Vereine und Spieler. Die Weigerung zur Anerkennung kommt faktisch einem Gründungsverbot der elitären Liga gleich.

„Angesichts der jüngsten Medienspekulationen über die Einführung einer geschlossenen europäischen Super League durch einige europäische Vereine betonen die FIFA und die sechs Konföderationen noch einmal mit Nachdruck, dass ein solcher Wettbewerb weder von der FIFA noch von der jeweiligen Konföderation anerkannt würde“, hieß es in der Mitteilung. „Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, wäre es in der Folge nicht mehr erlaubt, in einem von der FIFA oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilzunehmen.“

Die Pläne einer Superliga als Konterpart zur derzeitigen Champions League – und geschlossene Gesellschaft für Eliteclubs – liegen Medienberichten zufolge schon seit Jahren in den Schubladen. Aktuell ist von einer „European Premier League“ die Rede, an der 18 Clubs teilnehmen sollen. Teil dieser Liga sollen unter anderen Manchester United, Liverpool, Bayern München, Juventus Turin, Real Madrid, Paris Saint-Germain oder der FC Barcelona sein.

Barcelona-Präsident Josep Maria Bartomeu erklärte im Oktober, dass er seinen Verein für eine solche Liga bereits angemeldet habe. Kürzlich hatten sich die Gespräche zwischen den Branchen-Obersten laut übereinstimmenden Medienberichten wieder intensiviert. So sollen Real-Präsident Florentino Perez und Juves Andrea Agnelli erst am Montag ein dreistündiges Meeting zur Causa abgehalten haben.

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