Final3 im Zeichen der Revanche

Faustball: Dieselben sechs Teams wie im Vorjahr spielen am Wochenende um den Titel

V.l.: Joachim Maier (OK-Chef), Michael Kreil (Freistadt), Karin Kempinger (Urfahr), Verena Hieslmair (Nußbach), Hari Pühringer (Urfahr), Stefan Huemer (Vöcklabruck), Helmut Hille (Laakirchen), Peter Oberlehner (Verbands-Vizepräsident).
V.l.: Joachim Maier (OK-Chef), Michael Kreil (Freistadt), Karin Kempinger (Urfahr), Verena Hieslmair (Nußbach), Hari Pühringer (Urfahr), Stefan Huemer (Vöcklabruck), Helmut Hille (Laakirchen), Peter Oberlehner (Verbands-Vizepräsident). © Wolfgang Benedik/ÖFBB

Nicht nur ob der erwarteten Temperaturen um die 30 Grad geht es am Freitag und Samstag im Grieskirchner Fröling-Stadion heiß her.

Beim ÖBV-Final3 werden die Feldtitel der Faustball-Bundesliga vergeben. Die Vorzeichen sind spannend wie selten zuvor — jeder der je drei Finalisten bei Damen und Herren hat die Klasse für den Sieg.

Die Ausgangslage

Die Sieger im Meister-Play-off FBC Linz-Urfahr (Herren) und Union Nußbach (Damen) sind im Finale am Samstag (ab 16) gesetzt. Die Gegner werden in einem Halbfinalspiel (jew. Best-of-7) ermittelt. Und die Paarungen haben es in sich, stehen im Zeichen der Revanche. Bei den Herren sehen die Fans die Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Titelverteidiger Tigers Vöcklabruck und Union Freistadt. „Wir hoffen auf ein 4:3, für wen ist egal“, schmunzelte Urfahrs Hari Pühringer auf die Frage nach dem Wunschgegner. Das Damen-Semifinale gleicht jenem der letzten Saison. Damals setzte sich der spätere Meister Linz-Urfahr gegen Askö Laakirchen klar mit 4:0 durch. „Wir wollen den fünften Titel in Serie holen“, meinte Urfahr-Kapitänin Karin Kempinger selbstbewusst.

Hier der Final-Fluch, dort die Final-Freude

Die Nußbacherinnen stehen zum vierten Mal hintereinander im Feld-Finale, drei Mal biss sich das junge Team an Urfahr die Zähne aus. Im Vorjahr wurden in einem echten Krimi gleich sieben Matchbälle vergeben. „Natürlich ist das Thema in der Mannschaft. Uns hat die Erfahrung gefehlt“, meinte Zuspielerin Verena Hieslmair. Nachsatz: „Und der Mut zum Gewinnen.“ Nach zwei Hallen-Titel sieht man sich aber auch am Feld bereit für den großen Coup. Im Gegensatz zu Nußbach kam der direkte Endspieleinzug von Urfahrs Herren doch überraschend. „Wir haben keinen Druck, sondern es überwiegt noch immer die Freude über das Finale“, schmunzelte Pühringer. „Schuld“ daran ist vor allem Brasilo-Angreifer Gabriel Heck. „Er ist das Um und Auf“, zollte Pühringer dem 19-jährigen Youngster Respekt. Der erste Titel seit 2014 wäre die Krönung von Hecks Premierensaison in Österreich.

Lachendes und weinendes Auge

Bei Veranstalter UFG Grieskirchen/Pötting erhoffte man sich durch die Bewerbung um die Austragung einen Extra-Kick für die Herren. Diese Rechnung ging nicht auf — nur der sechste und letzte Platz im Meister-Play-off. Nun will der sechsfache Feld-Meister Gold als Veranstalter holen. „Die Spieler dürfen jetzt beim Event mithelfen“, schmunzelte Obmann Peter Oberlehner. 1500 bis 2000 Zuschauer erhoffen sich die Organisatoren. Nach den hoffentlich hochklassigen Spielen steigt an beiden Tagen ab 21 Uhr eine „Final3-Party“.

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