Fipronil: Sicher gehen mit heimischen Eiern

Rückholaktion und Stichprobenkontrollen in Oberösterreich

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LR Max Hiegelsberger rät sicherheitsbewussten Konsumenten, auf heimische Qualität zu setzen. Land OÖ
LR Max Hiegelsberger rät sicherheitsbewussten Konsumenten, auf heimische Qualität zu setzen. © Land OÖ

LINZ — Nach dem Auftauchen von nach Österreich exportierten Eiern, die mit dem Insektizid Fipronil belastet sein könnten, ist in Oberösterreich läuft die Rückholaktion auf Hochtouren. Außerdem gab es Stichprobenkontrollen der Lebensmittelaufsicht, teilte der zuständige Landesrat Rudi Anschober (Grüne) gestern mit.

Bei zwei Großhändlern, die mehrere Hundert Kilo gekochte und geschälte Eier von in Deutschland als betroffen geltenden Chargen für die heimische Gastronomie importiert hatten, war eine Rückholaktion in der Umsetzung. Bei einem Betrieb war dies am Freitag schon vollständig abgeschlossen, weil die Packungen noch gar nicht ausgeliefert worden waren. Gezogene Proben wurden zur Analyse an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) weitergeleitet. Ergebnisse werden für Anfang kommender Woche erwartet.

Gleichzeitig überprüfte die Lebensmittelaufsicht in Oberösterreich Betriebe, die im Eier-Import tätig sind. Vorerst wurden 25 Proben gezogen, die ebenfalls bis kommende Woche analysiert werden. Anschober erklärte: „Wichtig ist die Feststellung, dass nach bisherigem Informationsstand Frischeier im Handel direkt für die Konsumenten nicht betroffen sind“. Alle österreichischen Produkte hätten sich aufgrund von Proben als „sauber“ erwiesen.

Darauf wiesen auch Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Bauernbundpräsident Jakob Auer und der Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ, Franz Reisecker, hin. Sie rieten deshalb zur Verwendung heimischer Eier. Die Bauernvertreter wiesen darüber hinaus darauf hin, dass nur eine Ausweitung der Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln und in der Gastronomie sowie in Großküchen Sicherheit biete .