Firmen in Pleite geführt und abgesetzt

Eine Million Euro Schaden — Polizei sucht 53-jährigen Mühlviertler

ROHRBACH — Sieben Transportfirmen soll ein heute 53-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach innerhalb von acht Jahren vorsätzlich und zum Teil grob fahrlässig in die Insolvenz geführt und dadurch einen Schaden von einer Million Euro verursacht haben.

Der Mann war mit seiner ersten Firma 2011 pleite gegangen. In der Folge setzte er seine Ehefrau und nach der Scheidung seine neue Partnerin als „Strohfrauen“ der Nachfolgefirmen ein. Beide wurden rasch insolvent. Als nächsten drängte der Mühlviertler seinen ältesten Sohn zur Firmengründung, dann wurde sein jüngster Sohn als Inhaber vorgeschoben.

Nach den Konkursen überredete der Mann auch noch einen Mitarbeiter zur Übernahme bzw. zur Neugründung. Schließlich gründete er selbst nochmals eine Transportfirma. Dabei wurde jedoch die Finanzpolizei auf ihn aufmerksam und verweigerte ihm die Bewilligungen.

In allen Firmen fungierte der 53-Jährige als Chef. Die Firmengelder verspielten er und einer der Söhne laut Polizei in Casinos in Tschechien und Deutschland. Die jeweiligen Firmeninhaber hatten nur eingeschränkt Zugriff auf das Firmenkonto. Über die Jahre hinweg wurde die Sozialversicherung um Beträge im sechsstelligen Bereich geprellt. Dazu kommen noch Finanzschulden, Gläubigerforderungen, etc. Gefasst werden konnte der Mühlviertler bislang nicht. Er hat sich ins Ausland abgesetzt.

Wie ist Ihre Meinung?