Florence and The Machine: High as Hope (Universal)

Episch, gewaltig, hymnisch, aber auch theatralisch, pathetisch und affektiert: An der orchestralen Popmusik von Florence and The Machine scheiden sich oft genug die Geister. Kritiker wird die Formation um die englische Sängerin Florence Welch auch mit dem neuen Album „High as Hope“ nicht umstimmen können. Und auch Fans dürften sich spätestens jetzt die Frage stellen, ob es nicht eine Nummer kleiner oder etwas abwechslungsreicher geht. Bei den meisten der zehn Lieder holt Welch wieder die Pauken und Trompeten heraus, für die sie bekannt ist. Und selbst bei reduzierteren Songs wie „Sky Full of Song“ ist da ihre voluminöse, ernsthafte Stimme, die ihr auch schon Vergleiche mit Landsfrau Adele eingebrockt haben. „High as Hope“ ist das mittlerweile vierte Album von Welch. Nach der Veröffentlichung des Debüts „Lungs“ legte sie eine Sensationskarriere hin, die der 31-Jährigen mit Faible für lange Flatterkleider und kunstvolle Videos nicht nur Plattenverkäufe, sondern auch Renommee in der Modewelt einbrachte. Auf „Sky Full of Song“ gibt sie sich offen. Und die Single „High as Hope“ beginnt mit einem Eingeständnis ihrer Magersucht. „Mit 17 habe ich mit dem Hungern angefangen“, singt sie auf Englisch. In „No Choir“ heißt es: „Ich halte Glücklichsein für ein eintöniges Thema.“ Mit solch persönlichem Liedgut will sich Florence wieder auf die Bühne stellen.