Flüchtlingsretter lehnen sicheren Hafen in Spanien ab

Nervenkrieg um „Open Arms“ dauert weiter an

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Der Nervenkrieg um das von Italien abgewiesene Flüchtlingsrettungsschiff „Open Arms“ mit 107 Migranten dauert an. Die spanische Regierung hat der Besatzung angeboten, den nächstgelegenen spanischen Hafen anzufahren.

In Frage kommt neben der Insel Menorca das etwas weiter entfernte Mallorca. Das hat die spanische Rettungsorganisation, der das Schiff gehört, jedoch abgelehnt. Das Schiff sei direkt vor der Küste Lampedusas, daher könne man nicht verlangen, dass die erschöpften Menschen an Bord weitere Tage auf See verbringen, lautete die Begründung. Die Menschen sollten in Italien an Land gehen und dann per Flugzeug nach Spanien gebracht werden, so „Open Arms“-Missions- chef Riccardo Gatti.

Am Sonntag war die Lage nach zweieinhalb Wochen auf See eskaliert, als Migranten ins Meer sprangen und von der Besatzung geborgen werden mussten. Nun möchte Hollywood-Schauspieler Richard Gere, der kürzlich die „Open Arms“ besucht hatte, den italienischen Innenminister Matteo Salvini treffen, um bei diesem für die Migranten zu intervenieren.

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