Flug-Flaute: Stadt und Land bekennen sich zum Linzer Airport

Covid ließ Passagierverkehr einbrechen – Eigentümer glauben an Zukunft

Die Zeiten, in denen man am Linzer Flughafen ein eigenes Hotel plante, sind lange vorbei. Flüge nach Wien, London oder Berlin waren einmal – und nun kam auch noch Corona. Die Pandemie ließ den Passagierverkehr komplett einbrechen, vor drei Tagen fand der vorerst letzte Charterflug statt.

In die Lüfte soll es erst ab 2. November wieder gehen, wenn die Lufthansa die Düsseldorf-Verbindung (vier mal wöchentlich) wieder aufnehmen soll. Mit einer Anbindung das Drehkreuz Frankfurt rechnet man erst wieder im Sommerflugplan 2021.

Rückendeckung durch die Eigentümer

In dieser schwierigen Phase stärken die Eigentümer – die Stadt Linz und das Land OÖ –dem Flughafen den Rücken.

„Der Flughafen Linz ist für den Wirtschaftsstandort OÖ vor, während und auch nach der Corona-Krise von zentraler Bedeutung. Oberösterreich als führendes Wirtschafts- und Industriebundesland braucht auch ein starkes Logistiknetzwerk, sowohl im Passagier- als auch im Frachtverkehr“, betonte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. „Trotz schwierigster Situation stehen wir hinter dem Flughafen Linz sowie dessen Erhalt“, fügte Bürgermeister Klaus Luger hinzu.

Zukunftsplanungen

In einem Gespräch mit den Eigentümervertretern hatte das Management die Planungen für die kommenden drei Jahre sowie verschiedene Szenarien für die möglichen weiteren Entwicklungen vorgelegt, sie wurden als gut befunden. „Das Ergebnis dieses Zukunftsgesprächs ist ein klares Bekenntnis der Eigentümer zum Flughafen Linz“, so Achleitner und Luger.

Betont wird, dass die Selbstfinanzierungskraft des Flughafens auch in dieser schwierigen Zeit vorhanden sei.

Die nötigen finanziellen Mittel seien vorhanden, bestätigt man auch am Flughafen gegenüber dem VOLKSBLATT. Man habe in den vergangenen 20 Jahren immer positiv bilanziert und entsprechende Rücklagen. Zudem würden aktuell Maßnahmen wie Kurzarbeit und die Verschiebung von nicht strategisch notwendigen Investitionen helfen, die Krise zu meistern.

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