Flugverkehr-Emissionen 2019 in Österreich auf Rekordhoch

Der Flugverkehr hat laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im Vorjahr in Österreich mit rund drei Millionen Tonnen so viele Treibhausgase ausgestoßen wie noch nie zuvor. “Die Emissionen sind damit im Vergleich zum Jahr 2018 um rund 14 Prozent gestiegen”, teilte der VCÖ mit und forderte, dass Staatshilfen an die AUA an klare ökologische Kriterien geknüpft werden sollten.

Mit über 1,1 Milliarden Liter wurde 2019 so viel Kerosin wie noch nie in Österreich getankt. Die Folge: Die klimaschädlichen Emissionen stiegen um rund 14 Prozent auf 2,98 Millionen Tonnen, wie eine VCÖ-Analyse zeigt. Das entspricht der CO2-Menge, die von 1,3 Millionen heimischen Autos pro Jahr durchs Fahren ausgestoßen wird.

Seit Mitte März ist der Flugverkehr wegen der Coronaviruspandemie in Österreich um rund 90 Prozent zurückgegangen. “Eine mögliche Staatshilfe an die AUA ist an Mitspracherechte und an klare ökologische Kriterien zu knüpfen”, forderte der VCÖ. Österreichs Regierung sollte sich dabei ein Vorbild an Frankreichs Vorgaben an die Air France nehmen.

Unter anderem wurde in dem Land eine starke Reduktion der Kurzstreckenflüge und die Reduktion der CO2-Emissionen um 50 Prozent pro Personenkilometer vereinbart. “Frankreich hat erkannt, dass Fluglinien in Zeiten der Klimakrise nur dann eine Chance haben, wenn sie so wenig Umweltschäden wie möglich anrichten. Der Titel der nachhaltigsten Fluglinie sollte in Zukunft nicht an die Air France, sondern an die AUA gehen”, meinte Ulla Rasmussen vom VCÖ.

Schon jetzt kooperiere die AUA auf der Strecke Linz – Wien mit den ÖBB, statt mit dem Flugzeug sind die Passagiere hier mit dem Railjet unterwegs. Dieses Modell sollte auch auf andere Kurzstrecken ausgeweitet werden, forderte der VCÖ. Zusätzlich sollten die bestehenden Steuerbefreiungen für den Flugverkehr abgeschafft werden. “In einer Zeit der sich verschärfende Klimakrise sind Steuerprivilegien für den Flugverkehr durch nichts zu rechtfertigen. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind gefordert, diese Begünstigungen rasch zu streichen”, sagte Rasmussen.

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