Flugzeughersteller Embraer will Schadenersatz von Boeing

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat angekündigt vom US-Rivalen Boeing Schadenersatz zu fordern. Zuvor hatte Boeing am Samstag mitgeteilt, der Kauf von vier Fünfteln des Verkehrsflugzeuggeschäfts von Embraer für 4,2 Milliarden Dollar sei gescheitert. Ein Grund dafür dürfte die sinkende Nachfrage nach Flugzeugen aufgrund der Coronakrise sein.

Boeing wolle wegen hausgemachter Probleme aus der Kaufvereinbarung herauskommen und nutze angebliche Unstimmigkeiten als Vorwand, teilte Embraer mit. Die Firma sprach von einer unrechtmäßigen Beendigung der Kaufvereinbarung.

Die Wettbewerbsbehörden hatten den Deal nach und nach durchgewunken, mit Ausnahme der Europäischen Kommission, die ihn zuletzt noch geprüft hatte. Durch den Kauf hätte Boeing sich Embraers Palette an kleineren Flugzeugen einverleibt. Das hätte die US-Amerikaner im Wettbewerb mit dem europäischen Rivalen Airbus gestärkt.

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