FMA ermittelt gegen ams-Spitze – ams bestätigt

Der steirische Chip- und Sensorenhersteller ams hat am Freitagabend bestätigt, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. ams habe die FMA aufgrund der Medienberichte kontaktiert, diese habe mitgeteilt, dass sich keine Ermittlungen gegen die Gesellschaft richten, jedoch gegen natürliche oder juristische Personen, die mit ams in Verbindung stehen könnten.

Das deutsche “Handelsblatt” hatte am Donnerstag berichtet, die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittle gegen die ams-Führung wegen angeblich zweifelhafter Aktiengeschäfte bei der laufenden Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram. Nach dem Bericht stürzte die ams-Aktie um 16 Prozent ab.

Seit Herbst 2019 ermittelt laut “Handelsblatt” auch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen angeblicher Insidergeschäfte gegen die Führungsspitze des Sensorikkonzerns. Gegen welche Führungskräfte von ams ermittelt werde, wollte ein Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft der Zeitung nicht sagen. Auch wollte er sich nicht zu der Frage äußern, bis wann die Ermittlungen abgeschlossen sein könnten.

Das österreichische Unternehmen, das an der Schweizer Börse notiert ist, steht vor der Megaübernahme des deutschen Traditionskonzerns Osram. Bis 6. Juli wollen die EU-Wettbewerbshüter über die Übernahme entscheiden. Laut Insidern wollen die Wettbewerbshüter die Übernahme des deutschen Leuchtmittelherstellers durch den österreichischen Chipkonzern ams ohne Auflagen genehmigen. Der Apple-Zulieferer hatte sich Ende 2019 nach langem Ringen die Mehrheit an Osram gesichert.

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