Fontana, Präsident der Lombardei: Corona-Pandemie wird „Leben der Menschen zutiefst ändern“

Der lombardische Präsident Attilio Fontana bezeichnet die Epidemie als „epochales Ereignis“, das das Leben der Menschen zutiefst ändern wird. „Dieses Ereignis hat mich zutiefst getroffen. Niemand hätte sich ein solches Ereignis vorstellen können. Ich habe zu viele Lombarden sterben sehen: Das halte ich für absolut ungerecht und unglaublich“, sagte Fontana im Interview mit RAI 2 am Dienstagabend.

Wie lange sich die Italiener noch an die Ausgangssperre halten müssen, kann die italienische Regierung nicht einschätzen.

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Auf die Frage, ob sie Ostern zu Hause verbringen werden müssen, antwortete der italienische Premier Giuseppe Conte, alles hänge von der Entwicklung der Infektion ab. Er rechne nicht mit einem Ende der Epidemie in wenigen Tagen, aber auch nicht in den nächsten Monaten, sagte der Premier in einem TV-Interview am Dienstagabend.

Die Dimension der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind in Italien schwer einschätzbar. „Wir erleben eine präzedenzlose Krise. Sie ist aber vorübergehend und wir werden sie bewältigen“, sagte Notenbankchef Ignazio Visco.

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist am Dienstag erneut angestiegen. 743 zusätzliche Todesopfer wurden gemeldet. Der Zuwachs war damit höher als in den vergangenen zwei Tagen. Die Gesamtzahl der Todesopfer wegen des Covid-19-Virus in Italien stieg damit auf 6.820. Die Zahl der Infizierten kletterte unterdessen von 50.418 auf 54.303. 3.393 Patienten befinden sich auf Intensivstation, das sind sechs Prozent aller Infizierten. Italien ist das weltweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land.

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