Ford Tourneo Custom – 40 + 363

Zu Beginn stehen 40 Kilometer rein elektrische Reichweite und 363 Kilometer, die der 50-Liter-Tank des hybriden Ford Tourneo Custom hergibt. Damit ist gleich am Anfang klar, dass der Achtsitzer, der an der Haushaltssteckdose geladen werden kann, sein ideales Einsatzgebiet in der Stadt und dessen Umland hat.

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Platz. Viel Platz. Jede Menge Platz. Unglaublich viel Platz. Und viel Platz sollte der Wagen haben. Das sind wohl die fünf wichtigsten Argumente für alle, die sich einen Kleinbus zulegen.

Nun: Diese Anforderungen erfüllt der 4,97 Meter lange Ford Tourneo Custom mit Bravour. Die maximal acht Insassen thronen auf einzelnen Ledersesseln. Bein-, Kopf und Seitenfreiheit sind phänomenal.

Der Einstieg in den hinteren Passagierraum über die nur mit großer Kraftanstrengung aufgehenden Schiebetüren ist kommod und das Gepäckabteil fasst noch einmal 2100 Liter.

Typenschein

Ford Tourneo Custom
PHEV 1,0 EcoBoost L1

Preis: ab € 63.690,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 67.734,- unter anderem inklusive Bi-Xenon Scheinwerfer € 912,-, Sitzpaket 36 € 1080,-, Sichtpaket 3 € 828,-, Radio Paket 24 € 156,- und aktivem Einpark-Assistenten € 240,-; einen Ford Tourneo Custom Bus L1 (2,0 Ford EcoBlue-TDCi) gibt es ab € 44.849,60
NoVA/Steuer: 0 %/ € 172,80 jährlich
Garantie: 2 Jahre ohne km-Begrenzung, danach weitere 3 Jahre bis maximal 100.000 km, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten:
Benzinmotor: R3, 12V, Turbolader, Partikelfilter, 996 cm³, 61,5 kW/83 PS bei 4300 U/min
Elektromotor: 63 kW/85 PS, max. Drehmoment 355 Nm, flüssigkeitsgekühlter Lithium-Ionen-Akku mit 13,6 kWh Kapazität
Systemleistung: 92 kW/126 PS
Getriebe: Eingangautomatik
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Leistungsgewicht: 20,7 kg/PS
WLTP-Verbrauch: 3,6 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 8,8 Liter
CO2-Ausstoß: 81 g/km
NOx: 0,0386 g/km; Euro 6

Eckdaten:
L/B/H: 4970/1990/2080 mm
Radstand: 2930 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 2611/3240 kg
Kofferraum: 2100 Liter
Tank: 50 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 215/65 R16 109T auf 16“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA
Airbags: 4

Das Volleyballteam samt Sporttaschen findet locker Platz im Tourneo und auch die Großfamilie kann selbst nach dem Wochenend-Großeinkauf noch bequem die Sachen für den Rodelausflug im Kleinbus unterbringen.

Und auch der Fahrer erfreut sich über PKW-Feeling. Unter anderem wartet die Titanium-Ausstattung mit ein paar Extras schon mit acht Zoll großen Touchscreen, dem Infotainment-System Ford Sync3, Klimaanlage, Sitzheizung und USB-Ports auf.

Darüber hinaus sind auch Tempomat, Rückfahrkamera, Einparksensoren und Spurhalteassistent mit an Bord. Im Innenraum erinnern eigenglich nur die vielen Ablagen und die manuelle Klimaanlage daran, dass man mit einem Nutzfahrzeug unterwegs ist.

Der Tourneo ist natürlich nicht gerade billig – mit den Zusatzpaketen summiert sich der Kaufpreis auf knapp 68.000 Euro. Dafür erhält man einen optisch sehr ansprechenden Kleinbus mit sehr guter Verarbeitung und Ausstattung.

Die Besonderheit des Tourneo Custom PHEV ist sein Antrieb. Denn der Wagen ist im Grunde ein Elektrofahrzeug, dessen E-Motor 126 PS für die Vorderräder des 2,6-Tonners bereitstellt.

40 Kilometer rein elektrisch sind dabei übrigens realistisch. Der 83 PS starke, nicht zu überhörende Dreizylinder dient nur als sogenannter Range Extender, dass also genügend Saft in der Batterie für die Langstrecke zur Verfügung steht. Techniker sprechen hier von einem seriellen Hybrid; im Gegensatz zum parallelen Hybrid, bei dem E- und Verbrennungsmotor gleichzeitig die Räder antreiben.

Wer sich also für diese Motor-Kombi entscheidet, sollte sich dessen bewusst sein, dass dies ein Personentransporter für die Kurzstrecke ist. Da zeigt sich der Tourneo auch sicher, agil und spritzig, denn schließlich stehen die 355 Newtonmeter gleich von Beginn an zur Verfügung.

Generell weiß der Wagen fahrtechnisch zu gefallen: Die Übersicht ist großartig, die Lenkung ausreichend direkt, das Wankverhalten erstaunlich gering, die Bremsen lassen sich fein dosieren und auch dank der Assistenzsysteme fühlt man sich in dem zwei Meter hohen Kleinbus immer sicher.

erschiedene Fahrmodi können mittels Mode-Knopf recht vom Lenkrad ebenfalls eingestellt werden: EV Auto, EV Jetzt, EV Später und EV Aufladen. Rekuperationsmodi gibt es zwei, die sich am Ganghebel einstellen lassen: Im Fahrmodus D wird schon beim Vom-Gas-Gehen stark rekuperiert, also die Energie in den Akku zurückgespeist.

Im Fahrmodus L fühlt man sich wie beim Bremsbacken-Bremsen am Ende einer Achterbahn. In der Stadt spielt der erstaunlich wendige somit seine fahrtechnischen Stärken aus. Überland schaut´s da schon etwas verzwickter aus.

So ist beispielsweise auf der Autobahn die mittlere Spur das höchste der Gefühle, denn mit 120 km/h Spitzengeschwindigkeit kommt man höchstens in Hunderterzonen in die Verlegenheit, geblitzt zu werden. Außerdem entpuppt sich der Tourneo Custom als recht durstiger Geselle.

Da klettert der Verbrauch schon nahe an die Elf-Liter-Marke, wie der digitale Bordcomputer zwischen Tachometer und Batterieverbrauchsanzeiger besagt. Daher schafft der Tourneo Custom nur rund 360 Kilometer mit einer Tankfüllung.

Optisch unterscheidet sich der Stecker-Tourneo nur minimal von seinen Diesel-Brüdern. In der Frontstoßstange befindet sich links hinter einer Klappe der Stromanschluss. Hier kann der 13,6 Kilowattstunden große Akku, der zwischen den Achsen am Unterboden hängt, mittels Schnelllader oder an der 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden.

Einmal volltanken soll laut Ford etwas mehr als vier Stunden mit haushaltsüblichen 230 Volt und zehn Ampere, mit einem Typ-2-Schnelllader mit 16 Ampere knapp drei Stunden dauern.

Fazit

Für Großfamilien mit eigenem Haus, die hauptsächlich auf der Kurzstrecke unterwegs sind.

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