Formel 1: Verstappen siegte beim GP der USA

Max Verstappen hat sein Blatt im Reifenpoker von Austin perfekt ausgespielt. Der Red-Bull-Star hielt seinen im Finish heranstürmenden WM-Rivalen Lewis Hamilton beim Formel-1-Grand-Prix der USA am Sonntag erfolgreich auf Distanz und vergrößerte mit dem achten Saisonsieg seinen Vorsprung im Titelkampf. Fünf Rennen vor Schluss liegt er nun zwölf Punkte voran.

Rang drei hinter Hamilton ging in Texas an RB-Mann Sergio Perez, der perfekte Werbung für seinen Heim-Grand-Prix (Mexiko) in zwei Wochen machte.

Red Bull Racing hält nun bei 200 Podestplätzen in der Königsklasse – und feierte erstmals seit 2013 (Sebastian Vettel) in Austin wieder einen Sieg. Sagenhafte 400.000 Zuschauer besuchten das Formel-1-Wochenende – spektakuläre Momente im Rennen blieben aber weitgehend aus.

Hamilton düpierte Pole-Mann Verstappen am Start und war dann praktisch gleich schnell unterwegs wie der Niederländer. Verstappen klebte ihm am Heck, kam aber auch mit DRS nicht in die Position, eine Attacke zu reiten.

Umso aggressiver agierten die Bullen mit ihrer Undercut-Strategie, schon in Runde elf kam Verstappen für einen ersten Reifenwechsel an die Box und flog in der Folge förmlich über den heißen texanischen Asphalt.

Hamilton funkte, er sei zufrieden mit seinen Pneus, bog aber drei Runden später ebenfalls in die Boxengasse ein und kam mit sechs Sekunden Rückstand auf Verstappen zurück auf die Strecke. Vorteil Red Bull.

Danach tat sich an der Spitze wenig. Während Verstappens Vorsprung erst langsam, dann immer schneller dahinschmolz, lieferte Fernando Alonso gegen Antonio Giovinazzi actionreiche Momente im Kampf um den letzten Punkt. Runde 30: Wieder steckte Verstappen früher als Hamilton die Reifen um, mit dem Ziel, mit Hard-Reifen bis zum Ende durchzufahren. Hamilton blieb acht Umrundungen länger draußen mit dem Ziel, dank frischerer Reifen das bessere Ende für sich zu haben.

Perez indes hielt trotz streikender Trinkanlage wacker seinen dritten Platz, lag aber zu weit zurück, um Hamilton wirklich zu beschäftigen. „Es kommt nur auf die letzten drei Runden an“, teilte Renningenieur Peter Bonnington Hamilton mit. Der taktische Zug ging für die Silberpfeile aber nicht auf. Zwar machte Hamilton Sekunde um Sekunde auf Verstappen gut, biss sich aber am heroisch verteidigenden Supertalent bis zuletzt die Zähne aus. Verstappen rettete 1,333 Sekunden Vorsprung ins Ziel. „Es war so ein forderndes Rennen. Ich habe alles gegeben, aber am Ende waren sie an diesem Wochenende eben schneller“, sagte Hamilton.

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