Formel-1-WM-Auftakt erst am 28. März in Bahrain

Die Formel 1 startet erst am 28. März in Bahrain in die neue Saison. Wegen der Corona-Pandemie gab die Motorsport-Königsklasse am Dienstag die Verschiebung des ursprünglich am 21. März in Melbourne geplanten Auftaktrennens bekannt. Zudem kann auch der Grand Prix von China, der am 11. April hätte gefahren werden soll, nicht wie geplant stattfinden. Der zweite WM-Lauf wird nun am 18. April in Imola über die Bühne gehen.

Die strengen Einreise- und Quarantänebestimmungen für Australien haben die globale Rennserie in der aktuellen Lage zum Handeln veranlasst. Somit wird erstmals seit 2010 wieder im kleinen Insel-Königreich Bahrain am Persischen Golf der Start ins Formel-1-Jahr erfolgen. Laut motorsport.com haben sich die Teams auch darauf geeinigt, dort zwei Wochen vor dem Saisonstart am 12., 13. und 14. März in der Wüste von Sakhir ebenfalls die Testfahrten abzuhalten, um Kosten zu sparen. Eigentlich hätten die Tests vom 2. bis 4. März in Montmelo bei Barcelona gefahren werden sollen.

Der Australien-Grand-Prix soll im Herbst am 21. November nachgeholt werden. Für das China-Gastspiel in Shanghai gibt es dagegen noch keinen neuen Termin. Und trotz der Verschiebungen will die Formel 1 an ihrem ursprünglichen Kalender mit der Rekordanzahl von 23 WM-Läufen festhalten.

„Es war ein arbeitsreicher Start in das Formel-1-Jahr und wir freuen uns bestätigen zu können, dass die Anzahl der geplanten Rennen für die Saison unverändert bleibt“, betonte sogleich der neue Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali. Der Grand Prix von Österreich am 4. Juli auf dem Red Bull Ring in Spielberg ist nach aktuellem Stand der neunte Saisonlauf, wobei für den Termin am 2. Mai noch immer kein Austragungsort bekannt ist.

„Die Pandemie hat es noch nicht erlaubt, dass das Leben wieder zur Normalität zurückkehrt, aber wir haben 2020 gezeigt, dass wir als erster internationaler Sport sicher Rennen austragen können“, sagte Domenicali, der Chase Carey ablöst. „Wir haben die Erfahrung und die Pläne, um unsere Saison abzuliefern.“

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Im Vorjahr waren Serien-Weltmeister Lewis Hamilton und Co. noch Mitte März nach Australien gereist und hatten sich dort auf den ersten Grand Prix des Jahres vorbereitet. Wegen eines Corona-Falls im McLaren-Team musste der Auftakt dann jedoch unmittelbar vor dem ersten Training abgesagt werden.

Erst im Juli startete die Königsklasse letztlich ihre am Ende nur 17 Grands Prix umfassende Saison 2020 mit zwei Rennen in Spielberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie mit strengen Hygiene- und Sicherheitsregeln. Auch in Bahrain fanden auf der Rennstrecke in Sakhir im Vorjahr Ende November/Anfang Dezember zwei Rennen statt. Daneben wurde nur noch das Saisonfinale in Abu Dhabi außerhalb von Europa gefahren.

Jean Todt, der Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hatte bereits in der Vorwoche erklärt, zumindest die erste Jahreshälfte 2021 werde aufgrund der weiter anhaltenden Coronakrise „nicht so sein, dass wir eine annähernd normale Saison haben können“.

Bis zur vierwöchigen Sommerpause im August warten elf Grand Prix auf Fahrer, Ingenieure und sonstige Mitarbeiter. Nach der Unterbrechung stehen die restlichen zwölf Rennen auf dem Programm – darunter gleich drei Dreierpacks im Zeitraum von Ende August bis 7. November. So soll an direkt aufeinanderfolgenden Wochenenden zunächst in Belgien, den Niederlanden und Italien, anschließend in Russland, Singapur und Japan sowie dann auch noch in den USA, Mexiko und Brasilien um WM-Punkte und Siege gekämpft werden.

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