Forscher entdeckten wahre Ursache einer weltweiten Abkühlung

Eine neue Studie beendet die jahrzehntelangen Spekulationen, dass der Ausbruch des Vulkans Thera eine weltweite Abkühlung im 17. Jahrhundert ausgelöst hat. Das zeigen Aufzeichnung von Eisbohrkernen in Grönland und der Antarktis.

Als sogenannte Minoische Eruption wird der spätbronzezeitliche Ausbruch der ägäischen Vulkaninsel Thera (heute Santorin) bezeichnet. Der Vulkanausbruch begrub die eng mit der Minoischen Kultur verbundene Siedlung Akrotiri unter sich.

Bis anhin wurde diese Eruption, eines der explosivsten Ereignisse des Holozäns, für die mehrjährige, weltweite Abkühlung im Jahr 1627 vor Christus verantwortlich gemacht.

„Das hat sich als falsch erwiesen“, ließ sich Michael Sigl von der Universität Bern in einer Mitteilung der Hochschule vom Dienstag zitieren. Sigl ist einer der Leitautoren der Studie, die im Fachblatt „PNAS Nexus“ erschienen ist. Das Forschungsteam ging der genauen Ursache des Klimaschocks mithilfe von Eiskernaufzeichnungen auf den Grund gegangen.

Demnach war der Verursacher der globalen Abkühlung ein kolossaler Ausbruch des Vulkans Aniakchak, der in der Aleutenkette in Alaska liegt. Das Ereignis verursachte mit die größte Schwefelinjektion in der nördlichen Hemisphäre in den vergangenen 4.000 Jahren, wie die Studie nahelegt.

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