Forscher melden rund 30.000 Corona-Infektionen in US-Gefängnissen

In den US-Gefängnissen haben sich nach Erkenntnissen von Forschern bisher etwa 30.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert, mehr als 300 Menschen starben.

Laut am Mittwoch von der Universität von Kalifornien in Los Angeles vorgelegten Zahlen wurden unter den Häftlingen 21.007 Infektionen bestätigt, bei den Gefängnis-Mitarbeitern mehr als 8.700. 295 Häftlinge und 34 Mitarbeiter starben.

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Die einzelnen Gefängnisse sind dabei extrem unterschiedlich stark betroffen. Während viele der mehr als 1.000 Haftanstalten nur je einen oder gar keine Fälle meldeten, gibt es in anderen hunderte Infektionen. So wurden etwa im Bundesgefängnis von Marion im Staat Ohio 2.176 Insassen und 175 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, zwölf Menschen starben. Im Gefängnis von Pickaway ebenfalls in Ohio wurden 1.670 Häftlinge und 101 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet, 26 von ihnen starben.

Die US-Behörde für Seuchenkontrolle (CDC) erklärte unterdessen, Gefängnismitarbeiter könnten eine wichtige Rolle bei der Weiterverbreitung des Virus in den Gefängnissen spielen. Sie bewegen sich täglich zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Wohnort hin und her.

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