Forscher rechnet mit mehr BA.5-Fällen in nächster Zeit

Dort, wo viele Menschen eine BA.2-Infektion durchgemacht haben, dürfte das Risiko einer Ansteckung aber geringer sein

Noch ist die Omikron-Variante BA.2 in Österreich vorherrschend, ihre Untervarianten BA.4 und BA.5 sind international aber im Vormarsch, betont Virologe Andreas Bergthaler von der MedUni Wien. Dort werden bereits Wachstumsraten von 15 Prozent beobachtet.

„Die Untervarianten werden sich wahrscheinlich auch in Österreich mittelfristig durchsetzen“, so der CeMM-Forscher der Akademie der Wissenschaften.

Trotz wenigen genetischen Unterschieden zwischen BA.4 und BA.5 gebe es Anhaltspunkte dafür, dass vor allem BA.5 das Zeug zu größerer Verbreitung hat.

Verdoppelung in zwölf Tagen erwartet

Die Daten in Österreich gingen in Richtung einer Verdoppelung der Gesamtfälle von SARS-CoV-2 in zwölf Tagen. Der Schutz gegenüber erneuten Infektionen mit BA.4/BA.5 sei dort höher, wo in den Monaten zuvor viele Menschen Infektionen mit BA.2 durchgemacht haben. „Wahrscheinlich schützt eine BA.1-Infektion weniger“, so Bergthaler.

Ob Österreich nun mit den neuen Subvarianten auf eine mancherorts vermutete Sommerwelle zusteuere, lasse sich schwer vorhersehen. Hier spiele etwa auch eine Rolle, wie viele Menschen im Juni oder Juli zusätzlich ihren Immunschutz verlieren.

Dazu komme, dass nun hierzulande viel weniger PCR-getestet wird, was es prinzipiell schwer mache, die vergangenen Wellen mit zukünftigen Entwicklungen zu vergleichen, betonte der Virologe.

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