Frankreich erhöht nach IS-Drohung Sicherheitsvorkehrungen

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hat nach Anschlagsdrohungen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einen verstärkten Schutz für jüdische Einrichtungen in dem Land angeordnet.

Die am 17. April per Telegram verbreitete Drohung des IS habe sich „vor allem gegen die jüdische Gemeinschaft“ gerichtet, erklärte Darmanin am Dienstag in einem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Telegramm.

Die Präfekten und Polizeichefs in den Regionen müssten ihre „Wachsamkeit verdoppeln und einen verstärkten Schutz der Einrichtungen der jüdischen Gemeinde in Frankreich organisieren“, erklärte Darmanin. Dies gelte vor allem für Gebetsstätten und Einrichtungen aus den Bereichen Bildung und Kultur.

In der Mitte April verbreiteten Audio-Botschaft hatte der IS geschworen, den Tod seines Anführers Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurashi vom Februar zu „rächen“. Ihre Anhänger rief die Jihadistenmiliz auf, die „Gelegenheit“ des Ukraine-Krieges zu nutzen, um wieder Anschläge in Europa zu verüben.

In Frankreich lebt die größte jüdische Gemeinde Europas. In dem Land gab es in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe antisemitischer Anschläge.

 

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