Frankreich fürchtet neue Anschläge nach Enthauptung in Nizza

Innenminister erwartet weitere ähnlich schreckliche Angriffe

Vor der Kirche Notre-Dame de l'Assomption in Nizza versammelten sich Menschen im Gedenken an das Attentat, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.
Vor der Kirche Notre-Dame de l'Assomption in Nizza versammelten sich Menschen im Gedenken an das Attentat, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. © AFP/Hache

Nach der Enthauptung einer Frau und der Tötung zweier weiterer Menschen in einer Kirche in Nizza fürchtet Frankreichs Regierung weitere Anschläge dieser Art. Frankreich befinde sich in einem „Krieg gegen die islamistische Ideologie“, sagte Innenminister Gerald Darmanin am Freitag dem Radiosender RTL. Deshalb werde es weitere Vorfälle wie „diese schrecklichen Angriffe“ geben.

Frankreichs oberster Anti-Terror-Ermittler Francois Ricard erklärte, der mutmaßliche Täter, ein 1999 geborener Tunesier, sei am 20. September auf der italienischen Insel Lampedusa nach Europa gelangt. Nach italienischen Agenturberichten ging er mit anderen Bootsmigranten an Land und wurde im Oktober ins süditalienische Bari, die Hauptstadt Apuliens, gebracht. Dort soll er abgetaucht sein.

Ricard teilte weiters mit, der mutmaßliche Täter sei am Donnerstagmorgen mit dem Zug in Nizza angekommen und habe sich dann zu der Kirche begeben. Tunesien erklärte, der Mann sei dort nicht als mutmaßlicher Extremist bekannt gewesen.

Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese hat am Freitag Vorwürfe von Rechtsparteien zurückgewiesen, die Regierung in Rom sei indirekt für die Messerattacke mitverantwortlich. „Die Messerattacke ist ein Angriff auf Europa, wir tragen dafür keine Verantwortung“, so Lamorgese im Interview mit dem TV-Sender „Rainews24“

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