Frauenhäuser verlangen opferschutzorientierte Maßnahmen

Die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) und die Initiative „Keine* Einzige* weniger!“ – ein Bündnis verschiedener feministischer Gruppen und Einzelpersonen – haben am Mittwoch auf die jüngsten Frauenmorde reagiert.

„Der Verein AÖF trauert um jede Frau und ist erschüttert, dass auch 2021 die Serie an Frauenmorden in Österreich (…) nahtlos weitergeht“, hieß es in einer Presseaussendung.

Die Gesetze im Gewalt- und Opferschutzbereich hätten zwar Vorbildcharakter in Europa, von diesen müsste allerdings auch Gebrauch gemacht werden: „Gefährliche Täter gehören in U-Haft, die Gefährlichkeit muss besser eingeschätzt werden und Gewalttäter müssen frühzeitig zur Verantwortung gezogen werden.“

Zum effektiven Schutz und Sicherheit für gewaltbetroffene Frauen und Kinder bedürfe es wirksamer opferschutzorientierter Maßnahmen, effektiver Prävention und einer signifikanten Erhöhung der Mittel des Frauenministeriums auf 210 Millionen Euro.

„Keine* Einzige* weniger“ verlangte, „dass diese Morde ganz klar als Feminizide benannt werden, um die geschlechtsspezifische Komponente dieser brutalen Taten sichtbar zu machen“. Die Gewalttaten wären „das Resultat von männlichen Dominanzansprüchen, die in dieser Gesellschaft institutionell verankert sind und Männern das Gefühl geben, über Frauen bestimmen zu können“.

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Oft richte sich Gewalt gegen trans und nichtbinäre Personen, da sie nicht in die Vorstellungen dieses Weltbilds passen und dafür bestraft werden sollen, meinte Amalie Seidel, Sprecherin der AG Feministischer Streik, eine Gruppe des Bündnisses.

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