Christoph Gaigg

Meinung

von Christoph Gaigg

Freifahrtsschein

Die Verantwortlichen von Manchester City atmen nach der Aufhebung der zweijährigen Europacupsperre wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play auf — und mit ihnen viele andere Großklubs. Denn das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hat wieder einmal gezeigt, dass die europäischen Topvereine beinahe einen Freifahrtsschein genießen.

Dass Klubs wie Cluj, Astra Giurgiu, Ekranas, Baku, Targu-Mures oder Botosani Sperren ausfassten, Real, Chelsea, Barcelona und Atletico Madrid aber jeweils nur mit kurzen Transferverboten bedacht wurden, ist kein Zufall.

Einzige Ausnahmen waren Milan und die türkischen Topklubs Fenerbahce, Besiktas und Galatasaray. Die UEFA hatte dafür in der Vergangenheit zurecht viel Kritik einstecken müssen.

Im Fall von Manchester City hatte der europäische Verband endlich einmal hart durchgegriffen, doch dem schob nun das CAS einen Riegel vor, was den nächsten Schlag ins Gesicht für die UEFA bedeutet.

„Das Urteil des CAS ist ein Schlag ins Gesicht für die UEFA.“

Denn das Gerichtsurteil zeigt, dass das Financial Fair Play den großen Vereinen viel zu viel Spielraum lässt. Will man tatsächlich gewisse Vorgänge im Fußball unterbinden, müssen klarere und strengere Regeln geschaffen werden. Sonst lachen sich viele Topklubs noch länger ins Fäustchen.

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