Freudentag für die Pendler

Seit Freitag ist auch zweiter Bypass der Voestbrücke befahrbar – Weniger Stau erwartet

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Lange haben die staugeplagten Pendler auf diesen Tag warten müssen, am Freitag um 11 Uhr war es dann endlich so weit: Der zweite, östliche Bypass der A7-Voestbrücke über die Donau in Fahrtrichtung Freistadt wurde für den Verkehr freigegeben.

Mit Hilfe der beiden Bypässe werden die Autofahrer, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, vom Durchzugsverkehr getrennt und nutzen dafür einen der beiden neuen Querungen.

„Um Oberösterreich wieder stark zu machen und die staugeplagten Pendler zu entlasten, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur – im öffentlichen Verkehr, aber auch auf der Straße. Denn schnelle Verbindungen fördern Wirtschaftswachstum, schaffen Arbeitsplätze und steigern die Lebensqualität“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Mehr Komfort auch für Fußgänger und Radfahrer

Die Verkehrsfreigabe sei nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Radfahrer und Fußgänger ein wichtiger Meilenstein, betonte Stelzer. Konkret wurden laut Asfinag die Rad- und Gehwege auf jeweils drei Meter verbreitert und durch einen transparenten Spritz- und Überkletterschutz sicher von der Fahrbahn abgegrenzt.

Spürbare Entlastung für Großraum Linz

Für Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) war die Erweiterung der Voestbrücke in Anbetracht von rund 100.000 täglichen Nutzern eines der wichtigsten Autobahn-Projekte bisher in Oberösterreich. Die ersten neuen Brücken in Linz seit 41 Jahren würden eine bedeutende Entlastung für den Großraum Linz bringen und den Stau wesentlich minimieren.

„Linz steht im Fokus unserer Infrastruktur-Investitionen und einen großen Meilenstein haben wir jetzt erreicht“, ergänzte Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl. Die Bypässe würden weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit bringen.

ÖVP-Pendlersprecher NR-Abg. Michael Hammer sprach von einem „Freudentag“ für die Pendler. Jede gewonnene staufreie Zeit sei Lebensqualität und bringe mehr Freizeit, so der Altenberger Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er darauf, dass im Herbst auch die Neue Donaubrücke fertig sein könnte, wenn die Stadt Linz keine Fehler gemacht hätte.

Kosten von 200 Millionen Euro

Gekostet haben die beiden Bypassbrücken rund 200 Millionen Euro. Laut Asfinag wurden 7800 Tonnen Stahl verbaut – das sei mehr als im Eiffelturm (7300 Tonnen). Jeder Strompfeiler steht auf 25 Pfählen, die 14 Meter in den Boden unter der Donau reichen. Insgesamt 720 Pfähle aus Beton und Eisen wurden eingebracht.

Im Jahr 2022 steht die Sanierung der Hauptbrücke an, die im Herbst 2023 abgeschlossen sein soll.

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