Freund niedergestochen: Ukrainerin wegen Mordversuchs angeklagt

45-Jährige bestreitet, Opfer (50) mit Messer schwer verletzt zu haben — Frau drohen bei Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft bzw. Lebenslänglich

Eine 45-jährige Ukrainerin wird sich in den nächsten Wochen am Landesgericht Linz wegen Mordversuchs an ihrem inländischen Lebensgefährten (50) verantworten müssen. „Wir haben kürzlich Anklage gegen die Frau eingebracht.

Ihr drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 20 Jahre bzw. lebenslängliche Haft“, erläutert Ulrike Breiteneder, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Linz, auf VOLKSBLATT-Anfrage.

Bei Streit war Alkohol im Spiel

Die Ukrainerin soll am 17. Oktober 2019 ihren Freund in der gemeinsamen Wohnung in Haslach (Bezirk Rohrbach) mit einem Messer im Zuge eines Streits in den Oberbauch gestochen und schwer verletzt haben. Bei der Auseinandersetzung des Paares war Alkohol im Spiel.

Wie berichtet hatten Nachbarn einen Streit der beiden gehört und sich Zutritt zu deren Wohnung verschafft. Dort fanden sie den Verletzten und verständigten die Polizei. Die 45-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen, das Messer wurde sichergestellt. Bei der anschließenden Einvernahme bestritt sie die Tat. In weiterer Folge tischte sie verschiedene Versionen auf, unter anderem soll sich das Opfer die Verletzungen selbst zugefügt haben.

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