Fridolin Dallinger: Ein Leben für die Musik

Am 16. Februar 1933 in Eferding geboren, war Fridolin Dallinger einer der großen Söhne dieser Kleinstadt, der Spross einer Großfamilie, in der es seit Generationen von Musikern nur so wimmelte. Er hatte gar keine andere Chance als sich der Musik hinzugeben und von allen Seiten die musikalischen Anregungen für seine künftige Entwicklung aufzufangen.

„In unserer Verwandtschaft gibt es nur Musiker und normale Menschen“, sagte er einmal. Aber genbedingte Begabung und Wahrnehmung von Talent sind noch keine Garantie für den Aufstieg auf der Karriereleiter. Fleiß und Bereitschaft für alles, was einem geschenkt wird, sind unverzichtbare Einsatzmotoren für den Erfolg, den Dallinger in reichem Maße ernten durfte. „Ich kann mich nicht beklagen, ich bin ein zufriedener Komponist“, so resümierte er noch zu seinem 85er im VOLKSBLATT-Gespräch.

Begonnen hat es schon früh, dass Dallinger Noten zu Papier brachte. Seine Studien nahmen in der Musikschule der Stadt Linz ihren Anfang, weiters am Bruckner-Konservatorium und setzten sich an der Musikakademie in Wien und am Salzburger Mozarteum in den Fächern Klavier und Geige fort. Die Staatsprüfung für Klavier sowie die Lehramtsprüfung für Schulmusik gaben den beruflichen Weg frei vom Gymnasiallehrer zum Musikprofessor an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz.

Für sein künstlerisches Wirken wurde Dallinger vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis für Musik sowie 2003 mit dem Anton-Bruckner-Preis des Landes Oberösterreich.

Landeshauptmann Stelzer: „Sein Werk wird immer an ihn erinnern“

Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte gestern den Komponisten und Maler als „erfolgreichen Künstler, der das musikalische und künstlerische Leben in Oberösterreich in den letzten Jahrzehnten mitgestaltet und mitgeprägt hat. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt der Familie von Prof. Dallinger und allen Angehörigen.“

„Fridolin Dallinger bleibt in Erinnerung als eine Persönlichkeit, die auf vielfältige Weise Kultur gelebt und Kunst geschaffen hat. Sein Werk, das geprägt ist von Offenheit im Umgang mit neuen Strömungen und Vielseitigkeit, wird immer an ihn erinnern“, so Stelzer.

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