Friedensaktivisten ziehen 1000 Kilometer weit nach Kabul

Mit einem weiteren Friedensmarsch wollen in Afghanistan 20 Kriegsversehrte für ein Ende des Kriegs in ihrem Land werben. Die Männer in Rollstühlen und an Krücken starteten am Dienstag zu ihrem rund tausend Kilometer langen Protestmarsch in der westlichen Stadt Herat. Endpunkt soll die Hauptstadt Kabul sein.

„Wir machen diese Reise von mehr als tausend Kilometern, um der Welt zu sagen, dass sie den Krieg beenden soll“, sagte Mohammed Musa, der beide Beine durch die Explosion einer Landmine verlor. „Der Krieg hat nichts als Zerstörung gebracht.“

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Mitte Juni hatten Friedensaktivisten nach einem 700 Kilometer langen Marsch durch Afghanistan Kabul erreicht. Für Afghanistan war dieser Friedensmarsch ein Novum. Er war nach einem Anschlag im März spontan aus Protestaktionen in der Unruheprovinz Helmand im Südafghanistan entstanden.

Der jüngste Konflikt in Afghanistan begann 2001 mit der US-geführten Invasion nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA.