Friedrich Simonys Dachstein-Liebe

Bad Ischler Marmorschlössl eröffnet „Dachstein-Gletscher“-Ausstellung

Das Carlseisfeld im September 1884 und seine räumliche Ausdehnung in den Jahren 1855-56
Das Carlseisfeld im September 1884 und seine räumliche Ausdehnung in den Jahren 1855-56 © Universitätsbibliothek Wien

„Von wunderbarer Klarheit“ – so bezeichnete Friedrich Simony (1813–1896) den beeindruckenden Ausblick vom Gipfel des Dachsteins 1847.

Simony gilt als einer der Pioniere der Alpenforschung und war begeistert von der Vielgestaltigkeit des Dachsteingebirges. Seine Faszination für die Geografie veranlasste ihn dazu, die ihn umgebende, formenreiche Landschaft mit der Kamera und in Illustrationen festzuhalten.

Hochwertige Arbeit noch heute hoch angesehen

Das zeitgenössische Publikum war allen voran von seiner Dokumentation des Dachsteingebirges zwischen 1889 und 1895 beeindruckt. Die Fotografien bestechen mit Dichte und Qualität, was dafür sorgt, dass Simonys Bilder heute noch – mehr als 120 Jahre später – als wichtiges Vergleichsmaterial in der modernen Alpen- und Gletscherforschung dienen.

Ab heute, Dienstag, erhalten Besucher des Marmorschlössels in Bad Ischl wertvolle Einblicke in die Arbeit des österreichischen Alpenpioniers und können gewissermaßen den Ausblick vom Dachsteingipfel genießen, ohne ihn besteigen zu müssen. Die von Magdalena Vukovic in Zusammenarbeit mit der Universität Wien konzipierte Ausstellung läuft bis 4. Oktober. Vukovic hat Simonys Fotografien gesammelt unter dem Titel „Von wunderbarer Klarheit“ im Album Verlag herausgegeben.

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