Frischluft-Literatur mit Aussicht

Steyrer Literaturtage mit Welsh, Frischmuth, Franzobel und Co.

Steyrer Stadtschreiber Andreas Stichmann
Steyrer Stadtschreiber Andreas Stichmann © Patricia Neligan

Autoren wie Barbara Frischmuth, Franzobel, Stefanie Sargnagel oder Renate Welsh gastieren bei der fünften Auflage der Literaturtage Steyr, die wie geplant von 21. bis 23. Mai stattfinden.

Aufgrund geltender Sicherheitsmaßnahmen geht das Festival für zeitgenössische Literatur am Vorplatz des Museum Arbeitswelt in Szene — mit historischem Industriecharme und Ausblick über den Fluss Steyr. Der Eintritt ist wie immer frei.

Steyrer Stadtschreiber

„Auch in diesem Jahr mussten wir erneut vom ursprünglichen Konzept abweichen, das Lesungen in den Steyrer Arkadenhöfen vorsah. Ein adäquates Ersatzquartier haben wir aber wieder im Museum Arbeitswelt gefunden, das die Literaturtage Steyr wie im Vorjahr beherbergen wird“, freut sich Intendantin Karin Fleischanderl.

Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen im großen Saal des Museum Arbeitswelt statt. „Einmal mehr mit ausgezeichneten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, darunter der im Rahmen der Oberösterreichischen Landesausstellung gekürte erste Steyrer Stadtschreiber Andreas Stichmann“, so Fleischanderl.

Starke und mutige Frau

Eröffnet werden die Literaturtage Steyr mit einer Lesung von Renate Welsh: Sie spannt mit „Die alte Johanna“, der Fortsetzung ihres Klassikers „Johanna“, den Bogen ins neue Jahrtausend und berichtet einfühlsam über das Leben ihrer Protagonistin, einer starken und mutigen Frau. Der bereits angekündigte Clemens J. Setz musste kurzfristig absagen.

Ebenfalls am Eröffnungsabend ist Stefanie Sargnagel mit ihrem ersten Coming-of-Age-Roman „Dicht. Aufzeichnung einer Tagediebin“ zu hören, eine vielschichtige Milieustudie, in der die Autorin den anarchischen Spaß und die Rauschzustände der Nullerjahre beschreibt.

Bei der Matinee am Samstagvormittag ist der Berliner Schriftsteller und nunmehrige Steyrer Stadtschreiber Andreas Stichmann zu erleben. Samstagnachmittag widmet sich dann die Schriftstellerin Milena Michiko Flasar in ihrem bisher unveröffentlichten Prosatext „Alleinstehend, mit Hamster“ den Themen Beziehung und Beziehungslosigkeit.

Die Schriftstellerin Barbara Frischmuth erzählt in ihrem neuen Erzählband „Dein Schatten tanzt in der Küche“ einmal mehr von starken wie sinnlichen Frauen. Und Samstagabend begibt sich Franzobel in seinem Roman „Die Eroberung Amerikas“ mit viel schrägem Humor auf die Spuren eines wilden Eroberers der USA 1538. In der abschließenden Matinee am Sonntag entstaubt das Akustik-Duo Die Strottern (Klemens Lendl und David Müller) das Wienerlied musikalisch und inhaltlich.

Infos: steyrer-literaturtage.at

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