Fristlose für Busfahrer in OÖ wegen „Nein zum Impfzwang“

In Oberösterreich ist erneut ein Busfahrer fristlos entlassen worden, weil auf dem Anzeigenfeld für Linien-Nummer und Fahrziel des Busses ein „Nein zum Impfzwang“ leuchtete. Das Fahrzeug des OÖ. Verkehrsverbundes (OÖVV) begleitete Mittwochnachmittag den Demonstrationszug von Corona-Maßnahmengegnern durch Linz. Anhand von Bildmaterial wurde der Chauffeur bereits ausgeforscht, bestätigte OÖVV-Pressesprecher Klaus Wimmer einen Online-Bericht der „Kronen-Zeitung“ am Donnerstag.

„Wir sind gestern am Nachmittag von Kundinnen und Kunden informiert worden. Bei dem auf den Bildern zu sehenden Bus handelt es sich um ein Fahrzeug des Unternehmens Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe GmbH“, berichtete Wimmer. Mit dem Unternehmen sei sofort Kontakt aufgenommen worden und dieses leitete die Recherchen ein. Die Identität des Lenkers konnte ermittelt werden und er wurde zum Gespräch vorgeladen. Mit dem Kundtun seiner privaten Meinung auf dem öffentlichen Verkehrsmittel sei „eindeutig eine dienstrechtliche Grenze überschritten und umgehend eine fristlose Entlassung ausgesprochen“ worden, so der Grund für den Rauswurf.

Das Trauner Busunternehmen aber auch der OÖVV betonten, dass ihnen die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und Impfungen sehr wichtig sei. Man bedauere den Vorfall. Der OÖVV distanzierte sich von dem Vorfall ebenso wie von jenem Ende November, als ein Linienbus in Linz mit „Impfen ist Mord“ aufgefallen war. Auch dieser Chauffeur ist seinen Job los.

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