Frühstart in die Spargelsaison

Anbaufläche und Pro-Kopf-Verbrauch haben in OÖ noch Luft nach oben

V. l.: Josef und Gertrude Stöttinger, Betriebsführer Benedikt Leibetseder, LR Max Hiegelsberger, LK-Präsident Franz Reisecker und Christian Krumphuber von der LK OÖ.
V. l.: Josef und Gertrude Stöttinger, Betriebsführer Benedikt Leibetseder, LR Max Hiegelsberger, LK-Präsident Franz Reisecker und Christian Krumphuber von der LK OÖ. © LK OÖ

LEONDING — Angesichts der günstigen Witterung der vergangenen Wochen hat in Oberösterreich die Spargelsaison etwas früher als gewöhnlich begonnen. Aktuell bauen 16 Bauern auf 85 Hektar Ackerland grünen sowie auf weiteren 40 Hektar weißen Spargel an, wobei Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker noch Potenzial für Neueinsteiger sehen.

So ist der Pro-Kopf-Verbrauch des beliebten Gemüses, das es ab jetzt acht bis zehn Wochen lang frisch vom Bauern gibt, in Österreich mit 0,8 Kilo nur halb so hoch wie in Deutschland und in der Schweiz. Zudem beträgt die Spargel-Eigenproduktion nur 50 Prozent oder 3000 Tonnen jährlich (445 Tonnen in OÖ).

Ohne Erntehelfer kein heimischer Spargel

Kritik übten Hiegelsberger und Reisecker anlässlich der offiziellen Eröffnung der Spargelsaison am Montag am Stöttinger-Hof in Rufling/Leonding an den hohen Lohn- und Lohnnebenkosten für Erntehelfer und Saisoniers im Vergleich zu den Konkurrenzländern. So seien pro Hektar Anbaufläche zwischen 1000 und 1200 Arbeitsstunden zu leisten, was etwa gegenüber Deutschland einen Wettbewerbsnachteil von zumindest 2800 Euro bedeuten würde.

Wie seine 15 Kollegen verkauft auch der Spargelhof Stöttinger laut Betriebsleiter Benedikt Leibetseder 90 Prozent seines biologisch erzeugten Gemüses ab Hof. Termine für Spargelkochkurse mit Seminarbäuerinnen gibt es unter ooe.lfi.athw