„Fühle mich besser als vor der Krankheit“

Transplantationspatientin schildert die langwierige Therapie

V. l.: Johannes Clausen, Leiter der Stammzellentransplantation am Ordensklinikum Linz, Hämato-Onkologie Primar Andreas Petzer und die ehemalige Patientin Michaela Herzog © Ordensklinikum

LINZ – Im Sommer 2014 wurde bei Michaela Herzog eine Knochenmarkserkrankung diagnostiziert. Als sich ihr Zustand im Herbst verschlechterte, wurde nach einem Stammzellenspender gesucht – und sogar zwei gefunden. Im Frühjahr 2015 war klar, dass sich die Mutter, im Sommer im Ordensklinikum Linz Elisabethinen der aufwendigen Therapie unterziehen wird müssen.

„Am 17. August 2015 bekam ich nach einer intensiven Chemotherapie die lebensrettenden Stammzellen über einen zentralen Venenkatheter in einer Art Infusion verabreicht“, schildert die heute 61-Jährige: „Bei mir hat das 40 Minuten gedauert.“ Dann folgten sechs Wochen auf der Isolierstation unter hohen Hygieneauflagen, in der ihr ihr Mann voll zur Seite stand. „Ich hatte keine Haare, wenig Gewicht und ein von Cortison aufgeschwämmtes Gesicht. Die Genesungsphase dauerte zwei Jahre, eineinhalb Jahre lebte ich faktisch isoliert.

Allerdings ging ich jeden Tag mit jemanden aus meinem Freundeskreis spazieren. Im Juni 2017 ging ich auf Reha, im Speisesaal wieder unter 200 Menschen zu sein, war eine große Herausforderung für mich. Heute benötige ich keine Medikamente mehr und fühle mich besser als vor der Erkrankung“, schildert die Pensionistin, die sich auch mit psychotherapeutischer Hilfe der Krankheit stellte.em

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