„Fühlt sich so an als würde ich es schon jahrelang machen“

LR Markus Achleitner zog über seine ersten 100 Tage als Landesrat Bilanz

Landesrat Markus Achleitner zog im Softwarepark Hagenberg eine Bilanz über seine ersten 100 Tage.
Landesrat Markus Achleitner zog im Softwarepark Hagenberg eine Bilanz über seine ersten 100 Tage. © Land OÖ/ Liedl

Am Samstag ist Wirtschafts- und Sportlandesrat Markus Achleitner 100 Tage im Amt. Seinen Hunderter nahm er zum Anlass, um eine erste Bilanz zu ziehen. „Ich habe gleich richtig Gas gegeben“, so Achleitner. Derzeit arbeite er fast 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche, schildert der Landesrat. Für ihn fühle es sich so an, als ob er schon jahrelang in der Politik wäre, erklärt der ehemalige Eurothermen-General. Die Umsetzung des Programms „Fit for Future. Oberösterreich 2030“ habe bereits begonnen.

„Oberösterreich wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Vor allem die Themen Digitalisierung, Demographie, Mobilität und Energie werden Game-Changer sein, auf die wir vorbereitet sein müssen“, berichtet Achleitner. Eine der zentralen Strategien ist die neue Wirtschafts- und Forschungsstrategie „#UpperVision 2030“ die bereits gestartet ist. „Diese Strategie wird dann auch Grundlage für die Ausrichtung der Wirtschafts- und Forschungsförderung des Landes bis zum Jahr 2030 im Ausmaß von rund einer Milliarde Euro sein“, kündigte Achleitner an.

„Viele Stellschrauben“ gegen Fachkräftemangel

Weitere Herausforderung sei der zunehmende Fachkräfte- und Arbeitskräftebedarf. „Ich habe es selbst miterlebt, wie schwer es ist Fachkräfte zu finden“, schildert Achleitner. Durch ein Maßnahmenbündel mit „vielen kleinen Stellschrauben“ soll dem Mangel gegengesteuert werden. Das „OÖ. Powerprogramm Fachkräfte“umfasst etwa, dass auch Arbeitskräfte aus anderen Bundesländern und Ländern motiviert werden, einen Job in Oberösterreich aufzunehmen. Außerdem sollen Arbeitskräfte besser qualifiziert werden.

Impulse für Wissenschaft und Forschung

Im Bereich Wissenschaft und Forschung will Achleitner neue Impulse für den Softwarepark Hagenberg setzen, den er auch als Ort zur Präsentation seiner Bilanz wählte. Künftig soll dieser als IT-Security Center stärker sichtbar werden. „Nur ein starker Wissenschafts- und Forschungsstandort kann auch ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort sein“, betonte der Landesrat. Ziel sei es, Hagenberg nicht als Standort, sondern als Netzwerk zu etablieren das mit der Wirtschaft verschränkt ist. Weitere Akzente wurden im Bereich der Medizintechnik gesetzt in dem ein mit 2,3 Millionen Euro dotiertes Leitprojekt ausgeschrieben wurde aus dem das Projekt Medusa in dem eine Trainings- und Planungsplattform für Neurochirurgen entwickelt wird als Siegerprojekt hervorging. Außerdem forscht die Creative Region in einem mit vier Millionen Euro dotiertem Leuchtturmprojekt an Materialien und Technologien für die Kleidung der Zukunft.

Im Bereich Mobilität sei es wichtig schnelle Datenleitungen zur Verfügung zu stellen, so Achleitner. Um den Internet-Ausbau zu beschleunigen, arbeitet das Land OÖ an einem Grabungsmonitor. Alle Grabungsarbeiten sollen künftig von den Gemeinden gemeldet werden, damit die Arbeiten gleich genutzt werden können, um Breitbandkabel zu verlegen. Schnelles Internet sei eine „Daseinsvorsorge“, so Achleitner.

Schrittweiser Ausstieg aus Öl

„Raus aus Öl“ ist das Kernthema im Bereich Energie. Um den Ausstieg zu schaffen dürfe man nicht irgendwann beginnen, sondern müsse jetzt starten. „Wir setzen auf den schrittweisen Ausstieg und haben dafür ein Förderungspaket geschnürt“, so Achleitner. Dazu kommt ein Verbot von Ölheizungen in Neubauten, das, vorbehaltlich des Beschlusses durch die Landesregierung, ab September 2019 gelten soll.

„Die Vier Game-Changer Digitalisierung, Demographie, Mobilität und Energie werden alles verändern. Wir dürfen nicht nur darüber reden, sondern müssen auch etwas dafür tun, dass OÖ auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt“, so Achleitner abschließend.

Wie ist Ihre Meinung?