Führungskräfte sorgen sich wegen Folgen der Klimakrise

Mit großer Besorgnis blicken internationale Führungskräfte auf die Folgen der Klimakrise, die für viele Unternehmen laut eigenen Angaben immer stärker spürbar werden. Das Problembewusstsein steigt und viele Vorstände sehen ihre Unternehmen direkt betroffen. Trotzdem sehen die Firmenchefs und -chefinnen Schwierigkeiten, gezielte Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Grund dafür sind etwa die Kosten. Das geht aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte hervor.

„Die Dringlichkeit der Klimakrise ist in den Köpfen der Führungskräfte angekommen. Sie spüren die Auswirkungen persönlich und in ihren Unternehmen“, sagt Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich. So erkannten 89 Prozent der befragten Führungskräfte den Klimawandel als existierendes Phänomen an, fast zwei Drittel (63 Prozent) signalisierten darüber Besorgnis. Was die eigene Geschäftstätigkeit betrifft, berichtete mehr als die Hälfte von einer Beeinträchtigung, etwa durch die Störung von Lieferketten.

Befragt wurden mehr als 2.000 Vorstandsmitglieder aus 21 Ländern. Demnach verspüren viele Unternehmen neben den direkten wirtschaftlichen Auswirkungen auch einen starken Druck aus Politik und Gesellschaft, gegen den Klimawandel zu handeln.

Ins Tun kommt bisher aber nur ein kleiner Teil der Unternehmen: Nur ein Fünftel gehört laut der Studie zu den „Vorreitern“. Das sind Betriebe, die nachhaltig mit Ressourcen umgehen und nachhaltiges Handeln in den Kern ihrer Geschäftstätigkeit integrieren. Es klaffe noch eine große Lücke zwischen Absichtserklärungen und konkreten Handlungen, so Breit.

Hinsichtlich der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen werden hohe Kosten und ein Mangel an klimaschonenden Ressourcen (jeweils 27 Prozent) als hindernde Faktoren genannt. Zusätzlich stellen kurzfristige Geschäftsziele, etwa mit Blick auf die Interessen von Stakeholdern und Investoren, eine Problematik für den Aufbau von nachhaltigen Geschäftsstrukturen dar (25 Prozent). Außerdem seien Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel schwer messbar, sagt ein knappes Drittel (30 Prozent) der Befragten.

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Ein ambivalentes Verhältnis ergibt sich auch bei der Zukunftsprognose. Trotz der großen Besorgnis über die Folgen der Krise zeigten sich 88 Prozent der Führungskräfte optimistisch, dass durch sofortiges Handeln die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch begrenzt werden können.

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