Fünf gerade sein lassen

Auf a Gsatzl von Roswitha Samhaber

Roswitha Samhaber © Robert Lunak

Wir sind im fünften Monat des Jahres angekommen, dem Monat der Liebe. Sowohl in den östlichen als auch in den westlichen Kulturen gilt die Nummer Fünf als Zahl der Liebe. Nicht umsonst wird im Mai gerne vor dem Traualtar Ja zueinander gesagt.

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten definierte Aristoteles als die fünf Sinne des Menschen.

Wer es weniger sinnlich mag, denke an unser Schulnotensystem, denn hier sorgt die letzte Note in Österreich für so manche Enttäuschung. Ganz anders schaut es da in Russland, Ungarn oder der Türkei aus, denn dort ist ein Fünfer die beste Schulnote.

Wer hätte sich nicht hin und wieder gewünscht, dass ein Lehrer alle fünf gerade sein lässt und ein Auge zudrückt? Wer die (eigentlich ungerade) Zahl Fünf zeitweise eine gerade Zahl sein lässt, akzeptiert, dass etwas nicht perfekt und eigentlich nicht richtig ist.

Am heutigen 5.5. könnte man sogar doppelt fünf gerade sein lassen. Was also lassen Sie heute einfach einmal so durchgehen?

Wie ist Ihre Meinung?