Fünf österreichische Romane nominiert

Deutscher Buchpreis: Preischancen u.a. auch für den Linzer Stephan Roiss

Neben Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher („Ich an meiner Seite“) ist auch Robert Seethaler („Der letzte Satz“) für den Buchpreis nominiert.
Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher © APA/Miriam Laznia

Ein Viertel der Nominierungen für den Deutschen Buchpreis ist heuer nach Österreich gegangen. Neben Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher („Ich an meiner Seite“), Valerie Fritsch („Herzklappen von Johnson & Johnson“) und Robert Seethaler („Der letzte Satz“) haben es auch Helena Adler („Die Infantin trägt den Scheitel links“) und der 1983 geborene Linzer Stephan Roiss („Triceratops“) mit ihren Romandebüts auf die 20 Titel umfassende Longlist geschafft, die gestern bekannt gegeben wurde.

Im Vorjahr kamen gleich sechs der Nominierten aus Österreich, ausgezeichnet wurde am Ende aber Sasa Stanisic für seinen Roman „Herkunft“.

Insgesamt 206 Titel für Longlist gesichtet

Für den seit 2005 vergebenen Deutschen Buchpreis, der den besten deutschsprachigen Roman des Jahres würdigt, hatten in diesem Jahr 120 Verlage 187 Romane eingereicht – so viele wie noch nie. Außerdem haben die sieben Jurymitglieder von sich aus weitere Romane einbezogen, so dass insgesamt 206 Titel gesichtet wurden.

Weitere Nominierte sind u.a. Bov Bjerg, Arno Camenisch, Dorothee Elmiger, Thomas Hettche, Leif Randt, Anne Weber und Frank Witzel, der Buchpreisträger des Jahres 2015. Die Shortlist mit den sechs Finalisten wird am 15. September veröffentlicht. Die Preisverleihung findet coronabedingt publikumslos am 12. Oktober im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Sie wird via Livestream übertragen. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf Finalisten jeweils 2500 Euro.

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