Fusion von FCA und PSA offenbar kurz vor EU-Genehmigung

Der italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat Chrysler (FCA) und der französische PSA-Konzern stehen offenbar kurz vor der Genehmigung ihrer Fusion durch die EU-Kartellbehörde. Die Opel-Mutter PSA habe sich zu Zugeständnissen gegenüber dem konkurrierenden japanischen Autobauer Toyota bereiterklärt, um die Kartellbedenken der Behörde zu zerstreuen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Franzosen unterhalten mit Toyota ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Lieferwagen. Die EU-Kartellwächter hatten eine eingehende Prüfung der Fusion eingeleitet, weil sie eine dominierende Stellung des fusionierten Konzerns bei Kleintransportern fürchten.

Von der EU-Kommission und PSA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. FCA lehnte einen Kommentar ab.

Der französische Konzern und sein italienisch-amerikanischer Partner hatten im vergangenen Herbst ihren Zusammenschluss zum weltweit viertgrößten Autokonzern angekündigt. Durch die Fusion würde ein Großkonzern im Wert von rund 38 Mrd. Dollar (32 Mrd. Euro) entstehen, der Marken wie Fiat, Jeep, Dodge, Ram und Maserati sowie Peugeot, Opel und DS vereint. Der Plan sieht vor, dass die Kosten durch die Fusion um 5 Mrd. Euro im Jahr sinken, ohne dass dafür Fabriken geschlossen werden müssen.

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