EM-Gold für Polcanova im Doppel, Silber für ÖTTV-Männer

Jubel bei Polcanova und Szocs über EM-Titel © APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Sofia Polcanova hat mit ihrer Doppel-Partnerin Bernadette Szocs Gold bei der Tischtennis-EM in München gewonnen. Das österreichisch-rumänische Doppel besiegte Donnerstagabend im Finale Elizabeta Samara/Andreea Dragoman aus Rumänien mit 3:0 (16,6,9). Für die 27-jährige Polcanova ist es der erste EM-Titel. Bei den Männern verloren Daniel Habesohn und Robert Gardos im Finale gegen die schwedischen Weltmeister Mattias Falck/Kristian Karlsson 1:3 (10,-1,-5,-11) und holten Silber.

Der erste Satz im Frauen-Finale entwickelte sich in der Rudi Sedlmayr-Halle mit starken Ballwechseln zu einem echten Krimi: Polcanova/Szocs mussten vier Satzbälle abwehren und konnten selbst erst ihren vierten zum 18:16 nutzen. Der zweite Durchgang blieb nur zu Beginn eng und ging mit 11:6 an das leicht favorisierte Duo mit österreichischer Beteiligung. Im dritten Set liefen die beiden lange einem Rückstand hinterher, zeigten aber Nervenstärke und nützten ihren ersten Matchball zum 11:9 und damit zur EM-Goldmedaille. Polcanova/Szocs gewannen somit den Titel ohne Satzverlust.

„Es ist unbeschreiblich, ich bin gerade so emotional. Ich war schon oft im Finale, war oft Dritte, aber Gold habe ich noch nie gewonnen, umso schöner ist es heute“, freute sich Polcanova. Szocs bedauerte, dass Feiern derzeit nicht möglich sei, da sie beide noch im Einzel spielten, aber: „Nun hoffe ich, dass wir uns auch im Einzel-Finale gegenüberstehen werden.“

Anders verlief das Finale bei den Männern. Habesohn hatte nach dem 3:1-Halbfinalerfolg gegen die Franzosen Alexis und Félix Lebrun gemeint: „Jetzt wollen wir im Finale nach zweimal Gold und zweimal Silber eine positive Bilanz erzielen.“ Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung, im Finale brachten die beiden die Schweden nur zu Beginn in Bedrängnis. Im ersten Satz verspielten die Österreicher zunächst eine 5:1-Führung, wehrten dann zwei Satzbälle ab und verwerteten ihrerseits ihren ersten zum 12:10.

Im zweiten und dritten Durchgang machten die Schweden kurzen Prozess, den beiden ÖTTV-Athleten gelangen in der Phase nur sechs Punkte. In Satz vier kämpften sich Habesohn und Gardos noch einmal zurück und wehrten vier Matchbälle ab, den fünften nützten dann Falck/Karlsson zum Sieg und ihrem ersten EM-Titel. 2012 und 2018 hatten die Schweden die EM-Finali noch verloren – und zwar gegen Habesohn und Gardos, die nun in ihrem fünften EM-Doppel-Endspiel die dritte Niederlage kassierten.

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„Wir haben die Schlacht im Aufschlags-Rückschlags-Duell verloren. Nachdem wir sie zweimal im EM-Finale schlagen konnten, kam nun die Revanche“, erklärte Gardos. „Das Ziel war eine Medaille. Für uns ist Silber ein toller Erfolg“, ergänzte Habesohn. Österreich hält damit bereits bei je einmal Gold, Silber und Bronze bei dieser Tischtennis-EM.

Im Einzel musste sich Karoline Mischek der Serbin Sabina Surjan deutlich mit 0:4 (-8,-7,-9,-6) beugen und ist damit im Sechzehntel-Finale ausgeschieden. „Ich bin sehr glücklich mit der EM, auch wenn das letzte Match sehr enttäuschend verlief“, bilanzierte die 24-Jährige. Polcanova war vor ihrem Doppel-Finale auch noch im Einzel-Einsatz, dieses Sechzehntel-Finale entschied sie gegen die Engländerin Ho Tin-tin mit 4:1 (9,9,9,-9,8) für sich.

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