Gasspeicher Haidach soll ab 1. August befüllt werden

RAG startet Vermarktung von Kapazitäten für Haidach © APA/BARBARA GINDL

Die Befüllung des leeren Gazprom-Erdgasspeichers in Haidach soll ab 1. August erfolgen. Zuständig ist die RAG Austria AG als technischer Betreiber der Anlage, teilte das Energieministerium am Dienstag mit. Das Unternehmen habe bereits mit der Vermarktung der Kapazitäten begonnen, die Reihung von Anfragen aus der Wirtschaft erfolge nach dem „First Come, First Serve“-Prinzip. Der Schritt soll dazu beitragen, die österreichischen Speicherziele für den Herbst zu erreichen.

Die Regulierungsbehörde E-Control habe der RAG einen vorübergehenden Vermarktungsauftrag über einen Teil der Speicherkapazitäten – in Höhe von rund 14 Terrawattstunden (TWh) Arbeitsgasvolumen – erteilt, hieß es in einer Aussendung. Das entspricht gut zwei Dritteln der Speicherkapazität des GSA-Speichers in Haidach. Die Gesamtkapazität aller österreichischen Speicher liegt bei 95,5 TWh, der Jahresverbrauch an Erdgas beträgt rund 90 TWh. Konkret übernimmt das Tochterunternehmen RAG Energy Storage GmbH die Aufgabe der Vermarktung.

Ein Teil des Haidach-Speichers wird von der Gazprom-Germania-Tochter Astora genutzt. Weil Gazprom Germania seit Anfang April unter deutscher staatlicher Verwaltung steht, wurde der Astora-Gasspeicher hierzulande weiter befüllt. Der Speicher ist aktuell zu rund 60 Prozent aufgefüllt.

Aufgrund der fehlenden Einspeicherung in den GSA-Speicher durch den russischen Gazprom-Konzern hatte die Regierung eine gesetzliche Regelung beschlossen, wonach alle Speicher in Österreich auch genutzt werden müssen. Wird ein Speicher systematisch nicht befüllt, müssen andere Unternehmen die Möglichkeit bekommen, dort einzuspeichern („Use it or lose it“-Prinzip). Bis vor kurzem war unklar, wann die Befüllung des GSA-Speichers in Haidach möglich ist.

Ziel der Regierung ist, die österreichischen Gasspeicher bis zur Heizsaison zu mindestens 80 Prozent zu befüllen. Derzeit liegt der Füllstand der heimischen Speicher bei rund 51 Prozent. „Volle Speicher sind unsere Versicherung für den kommenden Winter. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass auch alle Speicher in Österreich befüllt werden“, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne).

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