Gastroregistrierung in OÖ: Wirte wollen einheitliche digitale Lösung

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Rund 6.000 Wirte und 1.000 Hotels mit angeschlossener Gastronomie müssen ab heute, Dienstag, in Oberösterreich die Daten ihrer Gäste erfassen.

Er rechne mit einer Papierflut von 100.000 bis 200.000 Zettel am Tag, sagte der oö. Wirte-Sprecher Thomas Mayr-Stockinger im Gespräch mit der APA und forderte ein einheitliches System für die digitale Erfassung.

Änderungen gibt es auch in den 132 Alten- und Pflegeheimen, wo nun wieder strengere Sicherheitsmaßnahmen gelten.

Laut der entsprechenden Verordnung müssen Wirte Name, Adresse und Telefonnummer ihrer Gäste sowie Datum, Uhrzeit und – wenn vorhanden – Tischnummer erfassen, vier Wochen lang aufbewahren und bei Bedarf den Behörden aushändigen. Nach sechs Wochen sind die Daten zu löschen.

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„Wenn es der Gesundheit dient, werden wir das machen“, so Mayr-Stockinger, und es sei den meisten Wirten auch lieber als eine Vorverlegung der Sperrstunde. Allerdings befürchtet er eine Zettelwirtschaft ungeahnten Ausmaßes.

„Das muss im 21. Jahrhundert digital funktionieren“, findet Mayr-Stockinger. Derzeit gebe es zwar Registrierungs-Apps, die mit einem QR-Code arbeiten, aber leider sehr viele. Wenn Gast und Wirt zufällig die gleiche App verwenden, funktioniere das, „aber im nächsten Kaffeehaus kann das wieder anders sein“. Er tritt daher für eine einheitliche digitale Lösung ein.

Während aus der Gastronomie bisher kaum Corona-Cluster bekannt sind – diese stammen großteils aus dem nicht wirklich reglementierbaren privaten Bereich – sind in den Alten- und Pflegeheimen des Bundeslandes durchaus Infektionshäufungen zu verzeichnen.

Zuletzt wurden Cluster in sieben Einrichtungen gemeldet, die insgesamt 81 infizierte Bewohner und 31 positiv getestete Mitarbeiter umfassen. Für die Heime, von denen es in Oberösterreich 132 mit insgesamt rund 12.700 Plätzen gibt, gelten nun auch strengere Sicherheitsvorgaben, geschlossen werden sie aber nicht.

Besucher müssen sich beim Betreten registrieren, Fiebermessen, Angaben zu ihrer Gesundheit machen und während ihres Aufenthalts nicht nur die allgemeinen Hygienevorschriften einhalten, sondern auch eine Maske tragen. Pro Bewohner und Tag sind nur zwei Besucher erlaubt, Ausnahmen gibt es für Palliativpatienten.

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Strenger als im restlichen Oberösterreich sind die Regeln im „roten“ Wels: Dort ist pro Person und Tag nur ein Besucher gestattet, das besonders betroffene Haus Neustadt (25 Bewohner und 13 Mitarbeiter infiziert), darf vorerst gar nur mehr in Ausnahmefällen und unter nochmals erhöhten Sicherheitsvorkehrungen betreten werden.

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